Dieses Bild zeigt die Arbeit in einer Gärtnerei, zu sehen ist die Hand eine_r Arbeitnehmer_in in Großaufnahme, die eine Pflanze eintopft | zur StartseiteAuf diesem Bild sieht man die Arbeit in einem Büro. Die Teilnehmende einer Qualifizierungsmaßnahme sortiert Unterlagen in ein Regal, angeleitet durch einen weiblichen Jobcoach | zur StartseiteAuf diesem Bild sieht man zwei Beschäftigte in einer Großküche | zur StartseiteAuf diesem Bild sieht man einen Arbeitnehmer in einer Bäckerei beim Zubereiten von Broten | zur Startseite
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Ergebnisse Netzwerktreffen Jobcoaching am Arbeitsplatz

Hier finden Sie die Ergebnisse der Treffen des Qualitätsnetzwerkes JobcoachingAP ab dem Jahr 2022. Es wird angestrebt, dass pro Jahr ein Netzwerktreffen stattfindet. Nach der Entwicklung der Qualitätsstandards in den Jahren 2018 und 2019 wollen wir uns fortlaufend unseren selbst gestellten Themen und Fragestellungen widmen und miteinander in den Austausch gehen:

  • Was hat sich zwischenzeitlich in der Praxis und in den Bundesländern getan?
  • Wie sollten die Qualitätsstandards von JobcoachingAP weiterentwickelt werden?
  • Wie ist die Qualität des JobcoachingAP-Angebots in der Praxis sicher zu stellen?
  • Wie finde ich eine/n Jobcoach in meiner Region, der/die nach den Standards JobcoachingAP arbeitet?
  • Wie erfolgt die Verbreitung der Standards und wer trägt dazu in welcher Form bei?
  • ...

Treffen des Qualitätsnetzwerkes JobcoachingAP am 17. April 2023 in Kassel

 

An dem Forum in Kassel nahmen 80 Personen teil.


Zu Beginn stellte sich der neu gegründete Verein „Deutsche Gesellschaft für JobcoachingAP“ (DGJCAP) vor. Die BAG UB stand bereits vor der Gründung mit Personen aus dem Vorstand im Austausch. Diese Kooperation wird nun zwischen der BAG UB und der DGJCAP weitergeführt.
Präsentation der DGJCAP


Auf dem Forum stand folgendes Thema im Fokus: Blick über den Tellerrand – JobcoachingAP in verschiedenen Handlungsfeldern

 

Wir haben uns mit verschiedenen Perspektiven auseinandergesetzt.
Zum einen mit den Perspektiven möglicher Leistungsträger. Dazu hatten wir Gäste eingeladen, die Ihre Erfahrungen und Sichtweisen präsentieren und mit uns diskutieren:

  • Yvonne Streit - Bundesagentur für Arbeit
  • Thomas Niermann - Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) / Landeswohlfahrtsverband Hessen - Integrationsamt
    Präsentation Perspektive der BIH
  • Ralph Peya - Landschaftsverband Westfalen-Lippe - Inklusionsamt Arbeit

 

Zum anderen mit verschiedenen Handlungsfeldern aus der Praxis zu verschiedenen Fragen und Aspekten wie:


Im Job – Arbeitsplatzsicherung

 

  1. Was funktioniert gut? Was hat sich bewährt?
  • Zusammenarbeit IFD und Jobcoaches
  • Passung am Arbeitsplatz
  • Kooperationen
  • Vertrauensbasis
  • Jede/r ist Teil der Information
     
  1. Welche Herausforderungen bestehen?
  • Informationsfluß
  • Einsatz von Zertifizierungen?
  • Gefahr von Ausschreibung und damit verbundenem Qualitätsverlust
  • Grauzonen der Qualifizierung
  • Positives Feedback von Arbeitgebern
  • Schulungs- und Informationsangebote
  • langwierige Beantragung
  • Jobcoaching und BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement)
  • Jobcoaching in Kooperation mit der Schwebehindertenvertretung
  • Informationen der EAA (Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber) über Jobcoaching
     
  1. Wie bleibe ich handlungsfähig?
  • Qualifikation Jobcoaching
  • Einfache und schnelle Antragsverfahren
  • Fester Rahmen und Individualität
 
Unterstützte Beschäftigung und betrieblicher Berufsbildungsbereich
  • Es braucht eine positive Grundhaltung zur Frage: Wie gelingt die individuelle Teilhabe?
  • der betriebliche Berufsbildungsbereich mündet i.d.R. in das Budget für Arbeit
  • Gelingensfaktor: Fachkompetenz und Qualität der Jobcoaches (Teamplayer_in)
  • Übergang in der Maßnahme Unterstützte Beschäftigung von der individuellen betrieblichen Qualifizierung in die Berufsbegleitung:
    • Wer begleitet: UB-Anbieter oder IFD?
    • Welcher Leistungsträger ist zuständig?
  • Wie kann die individuelle Unterstützung im Übergang sichergestellt werden?
  • Zuverlässigkeit für Arbeitgeber ist zu gewährleisten
  • (Wie) Wird die Nachhaltigkeit von Maßnahmen erfasst – Eingliederungsquoten?
  • Krisenintervention: Gespräche, Supervision, Hintergründe, Kooperation er Leistungserbringer mit dem Leistungsträger, Feedback vom Betrieb einholen
  • Gute Erfahrungen mit betrieblichem Paten-/Mentorensystem
  • Es braucht flexible Reha-Berater_innen

Übergang aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

 

  1. Was funktioniert gut? Was hat sich bewährt?
  • Praktika für Teilnehmende der WfbM
  • Gestuftes Verfahren: von 1. Praktikum über weitere Praktika bis zum Praktikum mit Übernahmeoption bis zum Arbeitsvertrag
  • Integrationsassistenz umfasst Sozialarbeit
  • Konzept Unterstützte Beschäftigung/Supported Employment
  • Selbstintegration und Mitarbeit als Jobcoach im Betrieb
  • Rollenbewusstsein als Jobcoach
  • Feste Ansprechpartner für Betrieb benennen
  • Akzeptanz des betrieblichen Systems für Vorschläge des Jobcoaches
     
  1. Welche Herausforderungen bestehen?
  • Mehr Infos zu Jobcoaching / Öffentlichkeitsarbeit
  • Vor dem Übergang muss der Berufsbildungsbereich abgeschlossen sein
  • Übergang bedeutet Statuswechsel: WfbM-Beschäftigte/r zu Arbeitnehmer_in
  • ggf. Ängste bei Teilnehmenden vor Statuswechsel
  • Transparenz zu den Konditionen / Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt
  • Rentenfrage klären
  • Wann darf ich mich Jobcoach / JobcoachAP nennen?
  • Qualifikation zum Jobcoach
     
  1. Wie bleibe ich handlungsfähig?
  • Orientierung am Prozess JobcoachingAP
  • Nähe – Distanz klären
  • Allparteilichkeit
  • Intervision / kollegiale Fallberatung
 
Fragen - Empfehlungen - Meinungen aus der Praxis an die Leistungsträger

 

  • Wie ist der Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt individuell zu gestalten – wenn möglich, auch ohne „Umweg“ über die WfbM?
  • Personalschlüssel ist ausreichend zu gewähren (1:4 bei betrieblicher Teihabe)
  • Lohnkostenzuschüsse stehen trotz überschneidender Zielgruppen zueinander in Konkurrenz:
    • beim Budget für Arbeit i.d.R. bis zu 75%
    • bei der Unterstützten Beschäftigung i.d.R. deutlich geringer
  • Es braucht eine klare und einheitliche Begriffsdefinition von Jobcoaching, diese sollte sich auf Definition und Standards von JobcoachingAP beziehen
  • Mehr Fachinfos zu Jobcoaching (Mitarbeiterschulungen bei den Leistungsträgern)
  • Rückkehrrecht in WfbM ist verbindlich!

 

Die BAG UB bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten!


Treffen des Qualitätsnetzwerkes JobcoachingAP am 8. Juni 2022 in Kassel

 

Über 50 Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen (freiberufliche Jobcoaches, IFD, WfbM, Leistungsträger etc.) nahmen teil. Es gab folgende Inhalte:

 

Im Zentrum standen zu Beginn Informationen aus Niedersachsen, ergänzt um Entwicklungen in Hessen, und präsentiert von den jeweiligen Integrationsämtern.

 

Das Integrationsamt Hessen führt Jobcoaching seit längerem im Leistungskatalog und macht gute Erfahrungen mit diesem Angebot zur Sicherung der Teilhabe am Arbeitsleben. Die Erkenntnisse zur Professionalisierung der JC-Angebote und der Jobcoaches in Hessen wurden dargestellt.

 

Das Integrationsamt Niedersachsen stellte die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse zur Planung des flächendeckenden Aufbaus eines JC-Angebotes in Niedersachsen zur Diskussion. Das Projekt wird in enger Kooperation des Integrationsamtes, der Integrationsfachdienste und der HAWK (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst) durchgeführt.

 

Aus den vorgestellten Perspektiven und Umsetzungen vor Ort sowie erweitert um die Praxiserfahrungen aller Teilnehmenden in Kassel wurden folgende Schwerpunkte diskutiert:

  • Qualitätsstandards und Prozess JobcoachingAP: Wie erfolgt die Umsetzung und welche Bedarfe gibt es hinsichtlich deren Weiterentwicklung?
  • Anforderungsprofil und Qualifizierung JobcoachAP: Hier besteht natürlich ein enger Zusammenhang zu den Qualitätsstandards.
  • Modelle gelingender und erfolgreicher Zusammenarbeit von Jobcoaches und Integrationsfachdiensten - Erfolgsparameter und Herausforderungen.
  • Öffentlichkeitsarbeit - Angebot und Nachfrage

 

Diskussion und Austausch fanden sowohl im Plenum als auch in Kleingruppen statt.

 

Hier sind die Ergebnisse:

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