Dieses Bild zeigt die Arbeit in einer Gärtnerei, zu sehen ist die Hand eine_r Arbeitnehmer_in in Großaufnahme, die eine Pflanze eintopftAuf diesem Bild sieht man zwei Beschäftigte in einer GroßkücheAuf diesem Bild sieht man einen Arbeitnehmer in einer Bäckerei beim Zubereiten von BrotenAuf diesem Bild sieht man die Arbeit in einem Büro. Die Teilnehmende einer Qualifizierungsmaßnahme sortiert Unterlagen in ein Regal, angeleitet durch einen weiblichen Jobcoach
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WiN – Weiterbilden im Netzwerk

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Bundesweite Verbreitung von betrieblichen Teilhabeangeboten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf

 

In diesem Bereich finden Sie Informationen zum Projekt WiN und zu den Projektergebnissen. Wenn Sie sich gezielt zu einzelnen Themen informieren möchten, können Sie die folgenden Links verwenden:

 

Curriculum zur Weiterbildung „Betriebliche Teilhabe ermöglichen“ (vier Module, nächster Durchlauf geplant für 2022/2023)
Bundesweites „Netzwerk Betriebliche Teilhabe
Landkarte Betriebliche Teilhabe
impulse-Artikel (06/2021): „Betriebliche Teilhabe, WiN und die Pandemie

 

Das Projekt „WiN – Weiterbilden im Netzwerk“ wurde durch die Aktion Mensch gefördert und hatte eine Laufzeit von Juli 2018 bis September 2021. Geplant war der Projektabschluss bereits im Juni 2021, Aktion Mensch ermöglichte uns jedoch eine kostenneutrale Verlängerung um drei Monate.
Eine Kurzbeschreibung des Projekts finden Sie hier.

 

Das Projekt knüpfte an die Projektergebnisse von „Zeit für Arbeit!“ an und hatte sich zum Ziel gesetzt, betriebliche und sozialräumliche Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf (Bereich Tagesförderung) im nächsten Schritt auch bundesweit zu verbreiten und eine gute fachliche Qualität der Angebote sicherzustellen. Die beiden Bausteine des Projekts waren eine neue Weiterbildung für Fach- und Leitungskräfte der Tagesförderung sowie der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks zur Förderung des fachlichen Austauschs und der Interessenvertretung zum Thema betriebliche Teilhabe für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf. Die Projektpartner waren (wie auch schon bei „Zeit für Arbeit“) Leben mit Behinderung Hamburg, der Arbeiter-Samariter-Bund Bremen, die Cooperative Mensch eG in Berlin, die Lebenshilfe Gießen und die Lebenshilfe Worms.

 

Bis Anfang 2020 fand das Projekt wie geplant statt: Eine praxisbezogene Weiterbildung mit vier Modulen wurde konzipiert und an mehreren Tagungsorten erprobt; die Weiterbildung war ausgebucht mit sehr guten Rückmeldungen. (Hinweis: Die BAG UB wird die Weiterbildung auch in 2022/2023 wieder anbieten! Das aktualisierte Curriculum finden Sie hier.) Im Dezember 2020 fand ein Aufbauseminar statt, in dem die Teilnehmenden sich über Fragen der Umsetzung betrieblicher Teilhabe in der Praxis austauschten.

 

Auch das bundesweite „Netzwerk Betriebliche Teilhabe“ hatte einen guten Start. Die ersten beiden Netzwerktreffen fanden in Kassel statt und ermöglichten regen fachlichen Austausch, der das fachliche Know-how in diesem Bereich ebenso festigte wie unsere Weiterbildung. Darüber hinaus stärkten die Netzwerktreffen das Selbstverständnis und das Fachwissen der Teilnehmenden als Multiplikator_innen für das Thema betriebliche Teilhabe.

 

Ab Frühjahr 2020 hatten die Pandemie und ihre Folgen umfassende Auswirkungen auch auf das Projekt WiN. So waren keine Präsenzveranstaltungen mehr möglich; der intensive Fachaustausch in diesem Rahmen konnte nicht mehr stattfinden und musste sich auf online-Veranstaltungen beschränken. Zudem waren die Einrichtungen der Tagesförderung vor allem durch monatelange Schließungen und Umstrukturierungen mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die das Thema der betrieblichen Teilhabe über einen langen Zeitraum in den Hintergrund drängte. Durch das Fehlen von guten Praxisbeispielen wiederum konnten wir auch übergreifende Projektziele nur noch bedingt verfolgen, so z.B. die Thematisierung des Rechts auf Teilhabe am Arbeitsleben für diesen Personenkreis oder die Weiterentwicklung von Qualitätskriterien auf der Grundlage guter Praxis.


Durch die Verschiebung von Veranstaltungen und die konsequente Umstellung auf das online-Format konnten wir dennoch alle Projektangebote realisieren. Im Dezember 2020 begann der zweite Durchgang der Weiterbildung im online-Format mit Zoom. Trotz der großen Schwierigkeiten insbesondere der Leistungsanbieter der Tagesförderung in Zeiten der Pandemie war auch dieser Durchgang der Weiterbildung ausgebucht und lief sehr erfolgreich.

 

Zusätzlich wurde im Februar/März 2021 eine dreiteilige Seminarreihe entwickelt und mit 53 Grad Nord umgesetzt, in der zentrale Inhalte der Weiterbildung zusammengefasst wurden. Auch diese Seminare waren schnell ausgebucht, die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren sehr positiv. Außerdem erschien im 53 Grad Nord-Newsletter ein Interview mit der Projektleitung sowie ein positives Seminar-Resümee mit einer Teilnehmerin der Seminarreihe.

 

Auch die weiteren drei Treffen des bundesweiten Netzwerks Betriebliche Teilhabe sowie ein „Zukunfts-Workshop“ des Netzwerks fanden online statt. Angesichts der pandemiebedingten Schwierigkeiten der Tagesförderstätten war das Interesse und Engagement zum Thema Betriebliche Teilhabe auch hier weiterhin sehr hoch. Anlässlich jedes Treffens wurden mehrere Praxisbeispiele vorstellt und diskutiert; auch sonst wurde konstruktiv über - wenn auch begrenzte - Möglichkeiten der betrieblichen Teilhabe berichtet.


Ein wichtiger Baustein des Netzwerks ist außerdem die „bundesweite Landkarte Betriebliche Teilhabe“ auf der Einrichtungen verzeichnet sind, die betriebliche und sozialräumliche Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf anbieten. Diese Landkarte steht nach Absprache mit der BAG UB grundsätzlich offen für Einträge von Leistungsanbietern der Tagesförderung, die bereits betriebliche Teilhabe anbieten. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

 

Nachhaltigkeit der Projektergebnisse

Durch die Projektaktivitäten hat bundesweit eine zunehmende Sensibilisierung der Fachöffentlichkeit hinsichtlich inklusiver Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf stattgefunden. Das fachliche Know-How konnte bundesweit verbreitet werden. Damit ist eine fundierte fachliche Grundlage entstanden, um nach der Pandemie betriebliche Teilhabeangebote wiederaufzubauen und weiterzuentwickeln.
 
Da durch das Projekt der Arbeitsschwerpunkt „Inklusive Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf“ der BAG UB insgesamt deutlich gestärkt werden konnte, wird die BAG UB Leistungsanbieter in diesem Bereich weiterhin begleiten und unterstützen. Der Bedarf insbesondere von Leistungsanbietern der Tagesförderung an Weiterbildung und Fachaustausch zum Thema Betriebliche Teilhabe ist nach wie vor sehr hoch, gerade auch nach den pandemiebedingten Schwierigkeiten der praktischen Umsetzung. Aus Sicht der BAG UB ist es daher bei der weiteren Umsetzung der Maßgaben der UN-Konvention weiterhin dringend erforderlich, inklusive Arbeitsmöglichkeiten auch für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf zu thematisieren und bundesweit zu verbreiten.
 
  • Die Unterstützung des bundesweiten Netzwerks Betriebliche Teilhabe wird daher auch nach Projektabschluss durch die BAG UB erfolgen; hier sind zwei bundesweite Treffen pro Jahr geplant. Ideen zur weiteren Zusammenarbeit wurden in einem „Zukunfts-Workshop“ des Netzwerks gesammelt, sie bilden eine erste Grundlage für die weitere Arbeit im Netzwerk.
  • Die bundesweite „Landkarte Betriebliche Teilhabe“ wird nach Projektabschluss ein fester Bestandteil der Website der BAG UB und wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Die BAG UB übernimmt die Datenpflege im Rahmen der Arbeit der Geschäftsstelle.
  • Die BAG UB wird – wenn möglich, in fortgesetzter Kooperation mit den Projektpartnern von WiN – auch weiterhin Seminare und Beratung zum Thema Betriebliche Teilhabe anbieten.
  • Die BAG UB wird bei der Teilnahme am „Arbeitskreis Teilhabe am Arbeitsleben“ (regelmäßiger Fachaustausch von Bundesverbänden der Behindertenhilfe) weiterhin die hohe Bedeutung betrieblicher und sozialräumlicher Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf hervorheben sowie sich mit den teilnehmenden Verbänden zu Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung abstimmen.
 
Zur Nachhaltigkeit der Projektergebnisse gehört auch die Frage der Qualitätssicherung von betrieblichen Teilhabeangeboten. Die BAG UB möchte dieses Thema gezielt mit der Frage nach der Nutzerzufriedenheit und Partizipation insbesondere von Personen mit stark eingeschränkten Möglichkeiten der Kommunikation verbinden. Ein Projekt, das sich dieser Thematik annehmen soll, ist in Vorbereitung.

 

Kontakt

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