Auf diesem Bild sieht man zwei Beschäftigte in einer GroßkücheAuf diesem Bild sieht man die Arbeit in einem Büro. Die Teilnehmende einer Qualifizierungsmaßnahme sortiert Unterlagen in ein Regal, angeleitet durch einen weiblichen JobcoachDieses Bild zeigt die Arbeit in einer Gärtnerei, zu sehen ist die Hand eine_r Arbeitnehmer_in in Großaufnahme, die eine Pflanze eintopftAuf diesem Bild sieht man einen Arbeitnehmer in einer Bäckerei beim Zubereiten von Broten
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WiN – Weiterbilden im Netzwerk

Bundesweite Verbreitung von betrieblichen Teilhabeangeboten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf

 

In den vergangenen drei Jahren (Januar 2015 bis Dezember 2017) konnte im Rahmen des Aktion Mensch-Projekts „Zeit für Arbeit!“ gezeigt werden, dass betriebliche Teilhabe am Arbeitsleben auch für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf möglich und in der regionalen Praxis umsetzbar ist. (Viele Informationen und Ergebnisse zum Projekt finden Sie unter dem Menüpunkt "Arbeitsweltbezogene Teilhabe".) Entsprechende Teilhabeangebote sind im Sinne der UN-Behindertenkonvention unverzichtbar für ein personenzentriertes Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderung.

 

„Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf“ bezeichnet Personen, die nach Einschätzung der Leistungsträger kein so genanntes Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen können. Der Personenkreis hat gesetzlichen Anspruch auf Angebote der sozialen Teilhabe nach SGB IX §§ 76 - 84 (dies umfasst u.a. auch Betreuung und Förderung nach § 219 Abs. 3 Satz 2 SGB IX), aber – bislang – keinen Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Demgegenüber zeigt eine zunehmende Anzahl an Best Practise-Beispielen aus verschiedenen Regionen Deutschlands, dass auch Leistungsanbieter der Tagesförderung (i.d.R. Tagesförderstätten und Förder- und Betreuungsbereiche der WfbM) vielfältige arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote für diese Zielgruppe in Betrieben und im Sozialraum realisieren können.

 

Anknüpfend an die Projektergebnisse von „Zeit für Arbeit!“ hat die BAG UB nun im Sommer 2018 das neue Aktion Mensch-Projekt „WiN – Weiterbilden im Netzwerk“ gestartet. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, betriebliche und sozialräumliche Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf im nächsten Schritt auch bundesweit zu verbreiten und eine gute fachliche Qualität der Angebote sicherzustellen. Die Projektpartner sind erneut Leben mit Behinderung Hamburg, der Arbeiter-Samariter-Bund Bremen, die Cooperative Mensch eG Berlin, die Lebenshilfe Gießen und die Lebenshilfe Worms. Laufzeit ist Juli 2018 bis Juni 2021.

 

Das neue Projekt wird zwei Bausteine umfassen. Im ersten Baustein steht die Entwicklung eines Curriculums für eine aus mehreren Modulen bestehende Weiterbildung im Zentrum, die in zwei Durchläufen erprobt werden wird. Zielgruppe der Weiterbildung sind Fach- und Führungskräfte, die in ihrer Region betriebliche Teilhabeangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf umsetzen möchten. Im Rahmen der Weiterbildung sollen außerdem Teilnehmende als Multiplikator_innen und Referent_innen ausgebildet werden, die in regionalen und bundesweiten Netzwerken Best Practise-Beispiele und Fachwissen weiter verbreiten.

 

Damit zusammenhängend wird die BAG UB mit dem zweiten Baustein die Entstehung eines tragfähigen bundesweiten Netzwerks fördern, indem wir die verschiedenen Akteure (Leistungsanbieter, Selbstvertretungen von Menschen mit Behinderung, Verbände, Leistungsträger, politische Vertreter) zum fachlichen Austausch einladen werden. Mit diesem Netzwerk wird eine Plattform entstehen, die es Menschen mit Behinderung, ihren Unterstützer_innen und ihrer Interessenvertretung ermöglicht, sich gemeinsam für das übergreifende Ziel unseres Projekts einzusetzen - die bundesweite Verbreitung und Qualitätssicherung von arbeitsweltbezogenen Teilhabeangeboten für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf.

 

Download der Projektbeschreibung WiN als pdf


Projektleitung:

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