Dieses Bild zeigt die Arbeit in einer Gärtnerei, zu sehen ist die Hand eine_r Arbeitnehmer_in in Großaufnahme, die eine Pflanze eintopftAuf diesem Bild sieht man einen Arbeitnehmer in einer Bäckerei beim Zubereiten von BrotenAuf diesem Bild sieht man zwei Beschäftigte in einer GroßkücheAuf diesem Bild sieht man die Arbeit in einem Büro. Die Teilnehmende einer Qualifizierungsmaßnahme sortiert Unterlagen in ein Regal, angeleitet durch einen weiblichen Jobcoach
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Thomas Wedel

Thomas Wedel, geboren 1969, Diplom Sozialpädagoge (FH)

 

Seit 2014 bin ich Werkstattleitung Reha und Integration der BZB gemeinnützige GmbH – Boxdorfer Werkstatt im Norden von Nürnberg. Seit 1996 bin ich als Integrationskoordinator zuständig für den Übergang aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Vorher war ich in den Bereichen Resozialisierung, Jugendarbeit und Flüchtlingsarbeit tätig. 1998 war ich Teilnehmer der 1. berufsbegleitenden Qualifizierung zum Integrationsberater der BAG UB. Seit 2004 Referent in der berufsbegleitenden Qualifizierung zum Integrationsberater der BAG UB. Für die BAG WfbM bin ich im Arbeitskreis Bildung und im Auftrag der Lag WfbM Bayern im Lenkungskreis „Begleiteter Übergang WfbM Arbeitsmarkt.“

 

Die Boxdorfer Werkstatt bietet in 14 Arbeitsgruppen für derzeit 185 Menschen mit vorwiegend Körper- und Mehrfachbehinderungen ein breit gefächertes Arbeitsangebot unter Gewährleistung der erforderlichen pflegerischen und betreuerischen Versorgungsleistungen.

Zentrales Anliegen der Boxdorfer Werkstatt ist es, den Beschäftigten einen Arbeitsplatz entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten zu bieten und über das Medium Arbeit, sowie über arbeitsbegleitende Angebote Lernanreize zur persönlichen und beruflichen Entwicklung zu bieten.

 

Hierzu gehört auch und insbesondere das Kennenlernen der Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes durch intensiv begleitete Praktika. Idealerweise haben die Beschäftigten dann die Möglichkeit, sich wirklich entscheiden zu können, welcher Platz für sie der richtige ist. Mit der Maßnahme „arbeit plus“ haben wir über viele Jahre hinweg ein erfolgreiches und finanziertes Modell für diese Begleitung entwickelt.

 

Eine Werkstatt kann, wenn sie als Lernort verstanden und organisiert wird, ein idealer Platz sein, um Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Für mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, welche Entwicklung Menschen machen, wenn sie die Möglichkeit haben sich auszuprobieren. Die Methode der „Unterstützen Beschäftigung“ bietet hierfür den richtigen Rahmen. In der derzeitigen Diskussion um die weitere Entwicklung der Teilhabe am Arbeitsleben geht es mir zu sehr in ein „entweder – oder“ und nicht um eine Erweiterung gleichberechtigter Alternativen.

 

Mir ist wichtig, dass in der BAG UB neben den notwendigen sozialpolitischen Interessenvertretungen und der Beteiligung an gesellschaftlichen Entwicklungen, der ursprüngliche Kerngedanke, nämlich die Verbreitung und die Weiterentwicklung der Methode der „Unterstützen Beschäftigung“ weiterhin seinen Platz hat. 

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