Jahrestagung 2018 der BAG UB in Bad Honnef

Die Jahrestagung der BAG UB findet vom 21. -23. November 2018 in Bad Honnef statt.

Die Tagung beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Personenzentrierte Beschäftigung“ und steht daher unter dem Motto

individuell – betrieblich – inklusiv

Personenzentrierte Beschäftigung – Jetzt mal konkret!

Frau Vanessa Ahuja, Ministerialdirektorin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und neue Leiterin der Abteilung V „Teilhabe Belange von Menschen mit Behinderungen, Soziale Entschädigung, Sozialhilfe“, wird einen der beiden Eröffnungsvorträge halten. Wichtige Punkte sind unter der Überschrift „Personenzentrierte Beschäftigung“ aus unserer Sicht: Budget für Arbeit, andere Leistungsanbieter, Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf (§ 219 Abs. 3 SGB IX), Teilhabeplanverfahren, ergänzende unabhängige Teilhabeberatung sowie das Persönliche Budget.

Der zweite Eröffnungsvortrag erfolgt durch Dr. Oliver Koenig von der Universität Wien. Er hat seine Arbeitsschwerpunkte bei den Themen Inklusion und Partizipation von Menschen mit Behinderung, Auswirkungen der UN-Behindertenrechtskonvention, partizipatorische Forschungsmethoden, Persönliche Zukunftsplanung und personenzentrierte Methoden, Empowerment und Selbstvertretung, Organisations- und Personalentwicklung in der Behindertenhilfe und soll den fachlichen Blick von „außen“ einbringen.

An der anschließenden Podiumsdiskussion werden neben Frau Ahuja und Herr Dr. König auch Dr. Helga Seel (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation), Prof. Dr. Gudrun Wansing (Humboldt-Universität zu Berlin), Jürgen Dusel (Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen) sowie Dr. Benedikt Schreiner (Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe) teilnehmen.

Wir freuen uns auf einen regen Fachaustausch!

 

Nachstehend finden Sie das Programm und Anmeldeformular:

 

Programm Fachtagung 2018

individuell - betrieblich - inklusiv

Personenzentrierte Beschäftigung - Jetzt mal konkret!

Zeit: 21. bis 23. November 2018 / Ort: Seminaris Hotel Bad Honnef

Personenzentrierung ist ein zentrales Schlagwort im Bundesteilhabegesetz. Leitbild ist dabei die Inklusion, denn das Gesetz soll den Rahmen für eine “bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung durch mehr Selbstbestimmung und Unterstützung zur individuellen Lebensplanung“ bilden.

Wenn etwas verbessert werden soll, muss klar sein, wie zukünftig Teilhabe anders und besser zu gestalten ist. In der Gesetzesbegründung heißt es: „Im Mittelpunkt steht der Mensch“. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder!? Aber was heißt das konkret? Noch müssen oft genug „Platzzahlen“ in bestimmten Maßnahmen und Organisationen gefüllt werden. Die Möglichkeiten des Persönlichen Budgets zur individuellen Teilhabegestaltung werden kaum genutzt. Noch immer wird zu wenig auf die Bedürfnisse, Bedarfe, Stärken und Fähigkeiten des einzelnen Menschen geschaut. Angebote sind im negativen Sinne standardisiert, d.h. eher „unflexibel“ und berücksichtigen zu wenig die persönlichen Voraussetzungen der einzelnen Menschen. Dies schränkt Teilhabemöglichkeiten und individuelle Lebensplanung ein, auch im Bereich Arbeit. Menschen mit komplexen Unterstützungsbedarfen werden von der Teilhabe am Arbeitsleben ausgegrenzt. Die gegenseitige Durchlässigkeit zwischen Angeboten wie der Werkstatt für behinderte Menschen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt, stößt immer wieder auf Barrieren –sowohl auf Seiten der Leistungsträger als auch auf Seiten der Leistungserbringer.

Wir wissen, wie es besser geht. Aber es hilft nur, wenn wir es auch tun! Immer dann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, der behinderte Mensch einbezogen ist und mitgestalten kann, alle über den eigenen Horizont hinausdenken und handeln – im Sinne von: „Der Mensch steht im Mittelpunkt!“ Dann gibt es die konkrete Verbesserung der Lebensqualität und der Teilhabe des einzelnen behinderten Menschen.

Carl R. Rogers (1902 – 1987) gilt als Begründer des personenzentrierten Ansatzes. Seine Annahmen haben bis heute Gültigkeit. Das zeigt folgendes Zitat seines Schülers Peter F. Schmid aus Wien: „Keiner weiß besser, was ihm gut tut und für ihn notwendig ist, als der Betroffene selbst. (…) Der Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, sich konstruktiv zu entwickeln und selbstverantwortlich seine Probleme zu lösen. Vorausgesetzt, die Person erfährt sich in Beziehungen, in denen es ihr möglich ist, sich so zu zeigen und »die zu sein, die sie in Wahrheit ist«. Und dabei mehr von ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entdecken. Die größte Herausforderung für solche Beziehungen: Nicht Methoden und Techniken, sondern einzig die Beziehung von Person zu Person zählt. Nicht »Experten« sind gefragt, sondern feinfühlige und authentische Menschen.“ (http://pfs-online.at/1/ansatz.htm)

Eine Person annehmen, so wie sie ist, sie wertzuschätzen, mit ihr in Beziehung zu gehen sind wesentliche Kriterien für den personenzentrierten Ansatz, um gemeinsam und auf Augenhöhe herauszufinden, was dieser Person hilft, sich einzubringen, zu verwirklichen und teilzuhaben. Dies wollen wir auf der Tagung versuchen. Was bedeutet es konkret und in der täglichen Praxis von Verwaltung, Leistungsträgern, Leistungserbringern und ihren Fachkräften sowie für die Leistungsnehmer_innen? Wo stehen wir heute, welche Wege erweisen sich als begehbar und zielführend? Welche Hürden sind wie zu überwinden und welche Erfahrungen sind hilfreich und nutzbar?

Die Jahrestagung der BAG UB will Raum und Gelegenheit schaffen, um in Beziehung zu treten, um unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und um ins konstruktive Gespräch miteinander zu kommen.Viele Beispiele „guter Praxis“ finden Sie im Programm unserer Jahrestagung.

Wir laden Sie herzlich ein zu diesem Fachaustausch mit Referent_innen und Vortragenden, mit Menschen mit Behinderung, mit Fachleuten und Interessierten.

Wir wünschen Ihnen inspirierende Begegnungen und Gespräche sowie vielseitige Eindrücke, um mit neuem Elan an ihre Arbeit zurückkehren zu können!

Team und Vorstand der BAG UB

Die Veranstaltung ist unterteilt in Vorkonferenz (21.11.18, ab 14.00 Uhr) und Hauptkonferenz (22.-23.11.18, ab 13.00 Uhr).

Am Vormittag des 22.11.18 findet die Mitgliederversammlung der BAG UB statt.

 

Vorkonferenz Mittwoch 21.11.2018

Ab 12.30 Uhr: Mittagsimbiss

14.00 Uhr – 18.30 Uhr: Methodische Workshops mit Pause

1.  Gemeinsamer Auftakt der unterstützten Arbeitnehmer_innen

Hier treffen sich die unterstützten Arbeitnehmer_innen, die an der Tagung teilnehmen, zum Kennenlernen. Der Ablauf der Tagung und die inklusiven Workshops werden vorgestellt und es wird über das Tagungsthema diskutiert.
- Doris Haake (Mensch zuerst, Hamburg), Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB)

Tagungsbegleitende Kreativ-Workshops I (inklusiv)

Es stehen vier tagungsbegleitende Workshops zur Auswahl: ein Film-Workshop, ein Theater-Workshop, ein Musik-Workshop und ein Kreativ-Workshop. Sie finden parallel zu den anderen Angeboten während der Tagung statt (Mittwoch bis Freitag). Am Freitag werden die Workshopergebnisse beim Abschlussforum präsentiert. Die Workshops sind für alle Tagungsteilnehmenden offen. Die Teilnahme am Film- bzw. Theater-Workshop nur während einer der drei Workshopphasen ist nicht möglich. Theater- und Filmworkshop arbeiten auch während der Plenumsveranstaltungen am Donnerstag.
- Doris Haake (Mensch zuerst, Hamburg), Selina Röder und Annerose Kaiser (ACCESS Integrationsbegleitung Erlangen-Nürnberg-Bamberg), Robert Kruschel und David Jahr (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen) und Christoph Kaiser (Schauspieler u. Theaterpädagoge), Josua Mette und Miriam Hering (spectrum e.V. Marburg), Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB)

2.  Eine kreative Anleitung zur "Passgenau"-igkeit - die strukturierte Konzeptualisierung eines attraktiven, klienten-spezifischen Arbeitsplatzes

Klienten entwickeln eine besondere Motivation, wenn ein Coach aufzeigt, wie man echte Interessen mit realen Arbeitsfeldern verbindet. Dieser Workshop präsentiert klienten-freundliche Techniken für die Gewinnung der Interessen aus der eigenen Biografie. Unterstützend hinzu kommen Methoden, mit denen die gefundenen Interessen mit spezifischen Arbeitsfeldern verknüpft werden. Coach und Klient gewinnen dadurch klar definierte Felder für konkrete Akquisitions- bzw. Bewerbungsaktivitäten.

    • Wie helfe ich Klienten dabei, „ihre“ Interessenfelder zu finden?
    • Wie können Klienten „hinter“ den Interessen schauen?
    • Wie vergleicht man Interessenfelder mit einander?
    • Welche Vorteile bietet die Bewerbung mit Interessen (statt Berufsbezeichnung)?

Mit dem Begriff „Konzeptualisierung“ des Arbeitsplatzes ist etwas Präzises gemeint. Mit einer Kombination von Werten, Interessen und Bedingungen strukturieren wir eine Antwort auf die Frage: „Wo will mein Klient hin? Was wäre attraktiv und/oder sinnvoll?“ Es ist nicht Potentialanalyse (Was kann der Klient leisten?) und es ist auch nicht Akquisition (Wie platziere ich meinen Klienten?).
- John Webb (Trainer und Ausbilder für Life/Work Planning als Ansatz der beruflichen (neu-) Orientierung und Integration)

3.  Personenzentrierung im Kontext der Rahmenbedingungen von Angeboten und Maßnahmen

„Personenzentriert arbeiten heißt, nicht von Vorstellungen ausgehen, wie Menschen sein sollten, sondern wie sie sind, und von den Möglichkeiten, die sie haben. Personenzentriert arbeiten heißt, andere Menschen in ihrer ganz persönlichen Eigenheit ernstnehmen, versuchen ihre Ausdrucksweise zu verstehen und sie dabei zu unterstützen, eigene Wege zu finden, um (…) angemessen mit der Realität umzugehen.“ Pörtner (2017, S. 20). Auch durch das Bundesteilhabegesetz und durch den politischen Willen erhält "Personenzentrierung" eine starke Bedeutung. In diesem Workshop wollen wir herausfinden was das in der Realität bedeutet. Wie definieren Fachkräfte aus der Praxis „personenzentriertes Arbeiten“? Welche Kriterien liegen diesem zu Grunde? Wie kann Personenzentrierung im beruflichen Alltag sichergestellt werden? Wie ist personenzentriertes Vorgehen im Kontext von vorgegebenen Rahmenbedingungen z.B. von Maßnahmen oder im Arbeitsumfeld überhaupt möglich? Auch für die Landesarbeitsgemeinschaften der BAG UB hat das Thema „Personenzentrierung“ eine besondere Bedeutung. Nach einem Input zur Personenzentrierung aus Sicht der BAG UB wollen wir gemeinsam Wege erarbeiten, um Menschen mit Unterstützungsbedarf bestmöglich und dauerhaft zur Teilhaben am (Arbeits-)Leben zu befähigen. Wie kann es gelingen den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken und trotzdem die Anliegen der Leistungsträger und Arbeitgeber nicht außer Acht zu lassen? Bedeutet das etwa eine doppelte Personenzentrierung, da wir uns immer im Spannungsfeld von zwei Auftraggebern (z.B. Arbeitgeber/ Werkstatt und Klient) bewegen? Wir betrachten anhand von Fallbeispielen mögliche Spielräume und Grenzen personenzentrierten Vorgehens durch Eingliederungsmaßnahmen und Arbeitsplatzbedingungen und erarbeiten Wege die Personenzentrierung im Sinne der Teilhabe zu nutzen.
- Martina Wagner-Stragies (ifd München-Freising gGmbH / BAG UB), Thomas Wedel (Boxdorfer Werkstatt, Nürnberg / BAG UB), Kirsten Hohn (BAG UB)

4.  Experimentierraum „Kompetenz Lab – Gestaltung von Lernprozessen in der Arbeit“

Steigende Anforderungen in der modernen Arbeitswelt verlangen von den Beschäftigten einen kontinuierlichen Lernprozess. Das kann zur Überforderung und Gefährdung der Gesundheit führen. Es entstehen vermeidbare Fehler. Zunehmend geht es in allen Branchen um die Bewältigung von nicht planbaren kommunikativen und fachlichen Anforderungen. Es gibt dazu auch viele Beispiele aus der Unterstützten Beschäftigung, wie z.B. die Arbeit in der Information in einer Gemeindeverwaltung, als Hausmeister in öffentlichen Grünanlagen, als Helfer in der Reinigung im Krankenhaus oder als Arbeiterin in der Verpackung einer Spedition. Erfolgreich sind Organisationen, die diesen beständigen Lernprozess kontinuierlich und strukturiert begleiten. Arbeitstätigkeiten ändern sich durch die Technisierung und Digitalisierung – häufig in einem schleichenden und dynamischen Prozess. Klassische formale Weiterbildungen („off the Job“) sind darum alleine immer weniger ausreichend. Formen des personenorientierten informellen und non-formalen Lernens, d.h. die Verknüpfung von Arbeits- und Lernprozessen gewinnen an Bedeutung. Mit dem Experimentierraum „Kompetenz-Lab“ möchten wir Sie sensibilisieren, die Initiierung und Begleitung von Lernprozessen als ständige Aufgabe im Jobcoaching zu reflektieren. Sie erhalten Impulse für Ihre Praxis. Ich lade Sie ein, Ihr Erfahrungswissen einzubringen und so voneinander zu lernen. Experimentierraum bedeutet, es gibt kein fertiges Konzept oder ein „schlüsselfertiges Haus“. Haben Sie Lust auf ein Experiment? Steigen Sie in die Schuhe Ihrer Kunden und entwickeln Sie Produktideen.
- Barbara Lux (Dipl. Sozialarbeiterin, Sozialwissenschaftlerin, Betriebswirtin. Mediatorin (BM) Geschäftsführerin LuxConsulting – Unternehmens- und Bildungsberatung in Hamburg. Als Bildungscoach seit vielen Jahren tätig. Referentin im Weiterbildungskurs der BAG UB zum Bildungscoach)

5.  Forum Qualitätsnetzwerk Jobcoaching – Definition und Qualitätsstandards

Auf der letzten Jahrestagung 2017 in Suhl wurden erste Definitionen und Inhalte sowie Angebotsformen von Jobcoaching diskutiert. Anschließend wurde die Gründung eines „Forums Qualitätsnetzwerk Jobcoaching“ unter dem Dach der BAG UB beschlossen. Die Teilnehmenden (Leistungsanbieter und Leistungsträger) kommen aus den unterschiedlichsten Handlungsfeldern, die sich übergreifend den Bereichen „Arbeitsplatzanbahnung“ (Erlangung von Arbeit) und „Arbeitsplatzsicherung“ (Erhaltung von Arbeit) zuordnen lassen: IFD, WfbM, UB-Maßnahme, Übergang Schule-Beruf, stufenweise Wiedereingliederung, integrative Arbeitnehmerüberlassung sowie Unterstützung von Langzeitarbeitslosen etc. Dies repräsentiert das breite Interesse und die verschiedenen Möglichkeiten, in denen Jobcoaching grundsätzlich einsetzbar und erfolgreich sein kann. Im Anschluss an die Tagung fanden zwei Treffen des Forums statt. Die bislang erarbeiteten – vorläufigen – Ergebnisse wollen wir auf diesem Workshop vorstellen und weiterentwickeln. Weitere am Thema interessierte Personen sind dazu herzlich eingeladen. Ziel ist, dass auf einer übergreifenden Ebene Definition und zentrale Qualitätsstandards von Jobcoaching beschrieben sind und als Orientierungs- und Bezugssystem breite Anerkennung finden. In diesem Austausch- und Entwicklungsprozess wollen wir über die bisher Teilnehmenden des Forums hinaus weitere Interessent_innen einbinden. Unsere Ergebnisse werden wir schrittweise veröffentlichen. Eine Definition von Jobcoaching wurde bereits intensiv diskutiert. Angemeldete Teilnehmer_innen erhalten vorab diesen Definitionsvorschlag, sowie Entwürfe zu Qualitätsstandards um eine gemeinsame Diskussionsbasis zu schaffen
- Reinhard Hötten (Forschungsprojekt JADE), Thorsten Hirsch (Jobcoach, Ergotherapeut Bc. of Health in OT, Systemischer Berater (SG), IFB - Institut für berufliche Qualifizierung und Entwicklung, Nottuln/Münsterland), Britta Leßmann (Jobcoach, Systemischer Coach und Prozessberaterin, Supervisorin SG, Osnabrück), Jörg Bungart (BAG UB) / Gäste: Klaus-Peter Rohde. (LVR-Integrationsamt, Köln), Oliver Assmus (Deutsche Rentenversicherung Bund), Jens Hansen (vormals Zentrale der Bundesagentur für Arbeit)

6.  Alter, was geht? Ein Workshop für Lebensmeister_innen und Nicht-Feiglinge

Wie viele Friseur_innen, Sozialarbeiter_innen, Lehrer_innen, Dachdecker_innen, Erzieher_innen stehen noch mit 55+ in ihrem erlernten Beruf ihren Mann oder ihre Frau? Alterskritische Tätigkeiten gibt es in allen Branchen. In bestimmten Berufen ist die Chance noch arbeitsfähig in die Altersrente zu gehen eher gering. Ein horizontaler Berufsumstieg scheint im höheren Lebensalter selten möglich oder wird von den Betroffenen nicht rechtzeitig angestrebt. In Deutschland verzeichnen wir bei den 60- bis 65-Jährigen eine Erwerbsfähigkeitsquote von nur 42 Prozent. Das Rentenzugangsalter wegen Erwerbsunfähigkeit liegt bei ca. 51 Jahren. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Konzepten und Anforderungen einer alternsgerechten Arbeit. Wie kann ressourcenschonendes, ergonomischen Arbeiten gelingen und wie muss Arbeit generell gestaltet sein, damit die Arbeitsbewältigungsfähigkeit bleibt. Gleichzeitig erlangen Sie Wissen über die Entwicklung der Leistungsfähigkeit im Alter. Mit dem Alterssimulationsanzug und dem Leitfaden Arbeitsplatzbeobachtung 55+ haben Sie Gelegenheit, sich mal „in die Schuhe eines Betroffenen“ zu stellen. Sie erfahren, welche Präventionsmaßnahmen geeignet sind, um eigenen Risiken des Alterns die Stirn zu bieten und welche Handlungsoptionen es gibt, wenn ältere Mitarbeiter_innen ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben können.
- Kerstin Reisinger (GIB21 Gesundheit im Betrieb, Heidelberg)

7.  „Wie haben Sie das geschafft?" - Ein Ansatz zur lösungs- und ressourcenorientierten Berufsbegleitung

Die Referenten verbinden in diesem Workshop ihre Erfahrung in der Berufsbegleitung mit einem Beratungsansatz, der die Aufmerksamkeit konsequent auf das Gelingen richtet. In Präsentationen, Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmenden und in Demonstrationen wird gezeigt, auf welche Herausforderungen die Akteur_innen bei einer Berufsbegleitung treffen können und wie sie gemeistert werden können. Themen: „Rollenklärung und Allparteilichkeit in der Berufsbegleitung“, „Steuern statt reagieren“ und „situationsbezogene Interventionen“. Es wird um alltagstaugliches Handwerkszeug gehen. Außerdem wir wollen zeigen, welche Vorteile es haben kann, die Aufmerksamkeit auf Stärken und auf das Gelingen zu lenken ohne Probleme zu vernachlässigen. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird dargestellt, wie das Arbeitsbündnis zwischen Berufsbegleitung, Mensch mit Behinderung und Betrieb erfolgreich und kreativ gestaltet werden kann. - Lektüre zum Workshop: Kappeller/Schnippering, „Hand in Hand“ – Berufsbegleitung nach der InbeQ, Themenheft der BAG UB (Hg.), Hamburg 2018.
- Horst Kappeller (Fachkoordinator beim LWL-Integrationsamt), Andreas Schnippering (Integrationsfachdienst im Märkischen Kreis)

8.  SEQF: supported employment quality framework – Qualitätsreferenzrahmen zur Selbstevaluation von Organisationen

„Mache Fehler und lerne daraus. Kommuniziere deine Fehler und entwickle dich“. Unsere Kunden verdienen bestmögliche Unterstützung und Dienstleistungsangebote. Aber wie können wir als Dienstleister von UB wissen, was „bestmöglich“ bedeutet und wie wir dies konkret umsetzen können? Mit dem Ziel, eine Antwort auf diese Fragen zu erarbeiten, wurde das Evaluationsinstrument SEQF in einem Europäischen Rahmen entwickelt. Implizierte Länder waren Belgien (Flandern), Irland, Norwegen, Spanien, England und der Europäische Dachverband für Unterstützte Beschäftigung EUSE. Die SEQF besteht aus einem Instrument zur Selbstevaluation sowie einem Maßnahmenkoffer zu Wachstum und Entwicklung. Die Selbstevaluation macht ein Foto des aktuellen Funktionierens Ihrer Organisation in allen Bereichen und Facetten. Diese Momentaufnahme bildet den Ausgangspunkt für weiteres Wachstum und Entwicklung. Es ermöglicht Ihnen festzulegen, in welchen Bereichen Sie Ihre Organisation bzw. Dienstleistungen weiter entwickeln möchten und können und gibt Aufschluss darüber, wie Sie diese Entwicklungsziele in gemeinsamer Teamarbeit erreichen können. Wir sind der Meinung, dass jede_r Mitarbeiter_in einer Einrichtung, ungeachtet seiner/ihrer Funktion und Verantwortung, einen wichtigen Beitrag leistet zur konkreten Umsetzung von Qualität. Deshalb öffnen wir unseren Workshop für alle Mitarbeitende, ob Führungskräfte oder Jobcoacher oder … Im Rahmen des Workshops erläutern wir kurz das Instrument der Selbstevaluation und laden Sie dann ein, es auf Ihre Situation anzuwenden. Somit erfahren Sie ganz konkret wie SEQF funktioniert.
- Karen Warson (suem.be, Genk/ Belgien), Gabriele Fettweis (Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, St. Vieth)

9.  Resonanzraum für Best-Practice bei der Arbeitgeberakquisition

Fachkräfte äußern oft ihr Bedauern, dass im Alltag zu wenig Zweit für Austausch und Reflexion ist. Dieses Bedürfnis wird im Resonanz-Workshop aufgegriffen. Es wird ein fokussierter, themenspezifischer Erfahrungsaustausch zu relevanten Stellschrauben der Arbeitgeberakquisition ermöglicht. Wir werden BEST-Practice-Beispiele austauschen, Tipps, Do`s und Don`ts zusammentragen bspw. zu folgenden Fragen

    • Auf welchen Wegen finden wir am besten/schnellsten/leichtesten/effektivsten/nachhaltigsten Zielbetriebe für direkte Vermittlung in Praktikum, Arbeit oder Ausbildung?
    • Welche Quellen können wir nutzen, um Arbeitgeberkontakte ohne Druck anzubahnen?
    • Welche Kriterien beachten wir, um Personalverantwortlichen bei der Kaltakquise die Bewerber_innen attraktiv und seriös darzustellen? (Was sag ich wann und wie? Was nicht?)
    • Nutzen für Betriebe = Unser Argumentationstableau: Welche harten und welche weichen Argumente haben wir? Welche davon erleben wir als zugkräftig?
    • Welche Erfahrungen haben wir mit dem „Kontakt fördernden Umgang mit Einwänden“?
    • Wie gestalte ich einen guten Einstieg ins telefonische Kaltakquisegespräch?
    • Was sind meine besten Tipps für erfolgreiche Akquise?

Akquisitionserfahrene Fachkräfte können voneinander lernen, neue Anregungen erhalten, Rückenwind durch Bestätigung ihrer Erfahrungen oder Feinjustierungsideen bekommen. Fachkräfte mit noch wenig Akquisitionserfahrung können praxisrelevante Ideen bekommen, aber auch durch ihren frischen Blick auf die Akquise die Sicht der „alten Hasen“ erweitern.
- Jürgen Länge (Trainer; Moderator; (Lehr-)supervisor, Coach (DGSv; GaG; KSFH))

ca. 19.30 Uhr: Abendessen

 

Hauptkonferenz Donnerstag 22.11.2018

9.00 – 12.00 Uhr: Mitgliederversammlung der BAG UB

ab 12.00 Uhr: Mittagsimbiss

 13.00 Uhr: Tagungseröffnung
Begrüßung zur Fachtagung der BAG UB
- Angelika Thielicke (1. Vorsitzende der BAG UB)

13.10 Uhr: Standortbestimmung
„Personenzentrierte Beschäftigung: Stärkung von individueller Teilhabe und Selbstbestimmung“
- Vanessa Ahuja (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

13.50 Uhr: Fachvortrag
„Personenzentrierte Beschäftigung: Ein Konzept für Menschen - Organisationen - Strukturen zur Inklusion in Arbeit“
- Dr. Oliver Koenig (Universität Wien)

14.30 Uhr – 14.45 Uhr: Pause

14.45 Uhr: Offenes Forum - Diskussion
"Personenzentrierte Beschäftigung – Jetzt mal konkret?"
Vanessa Ahuja (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Dr. Oliver König (Universität Wien), Dr. Helga Seel (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation), Prof. Dr. Gudrun Wansing (Humboldt-Universität zu Berlin), Jürgen Dusel (Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen), Dr. Benedikt Schreiner (Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe)
Moderation: Jörg Bungart (BAG UB)

15.45 Uhr – 16.30 Uhr: Pause

16.30 Uhr – 18.30 Uhr: Präsentation und Diskussion

1.  Tagungsbegleitende Kreativ-Workshops II (inklusiv)

Es stehen vier tagungsbegleitende Workshops zur Auswahl: ein Film-Workshop, ein Theater-Workshop, ein Musik-Workshop und ein Kreativ-Workshop. Sie finden parallel zu den inhaltlichen Angeboten während der Tagung statt (Mittwoch bis Freitag). Am Freitag werden die Workshopergebnisse beim Abschlussforum präsentiert. Die Workshops sind für alle Tagungsteilnehmenden offen. Die Teilnahme am Film- bzw. Theater-Workshop nur während einer der drei Workshopphasen ist nicht möglich. Theater- und Filmworkshop arbeiten auch während der Plenumsveranstaltungen am Donnerstag.
- Doris Haake (Mensch zuerst, Hamburg), Selina Röder und Annerose Kaiser (ACCESS Integrationsbegleitung Erlangen-Nürnberg-Bamberg), Robert Kruschel und David Jahr (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen) und Christoph Kaiser (Schauspieler u. Theaterpädagoge), Josua Mette und Miriam Hering (spectrum e.V. Marburg), Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB)

2.  Andere Leistungsanbieter – neue Chancen der beruflichen Teilhabe!?
Hinweis: Der Workshop wird auch Freitag angeboten

Andere Leistungsanbieter AL (§ 60 SGB IX) von Werkstatt-Leistungen sollen die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung ab 2018 bundesweit verbessern. Dadurch sollen Menschen mit Behinderung Alternativen zu einer Beschäftigung in einer WfbM, insbesondere in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, eröffnet werden. Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Fachkonzept erarbeitet, auf dessen Grundlage AL im Bereich Eingangsverfahren/ Berufsbildungsbereich zugelassen werden sollen. In manchen Bundesländern gibt es auch verstärkte Bemühungen der Sozialverwaltungen für die Eingliederungshilfe (Arbeitsbereich), solche Anbieter Realität werden zu lassen. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung? Welche Möglichkeiten oder Hindernisse haben sich seit dem 1.1.18 gezeigt? Was kann interessierten Anbietern geraten werden? Dies soll im Workshop mit Vertreter_innen der Leistungsträger besprochen und geklärt werden
- Manfred Becker (IFD / Kölner Verein, Köln), Achim Ciolek (Hamburger Arbeitsassistenz), Dr. Michael Bader (ProjektRouter, Köln) / Gäste: Yvonne Streit (Bundesagentur für Arbeit), Annette Esser (Landschaftsverband Rheinland / Eingliederungshilfe, angefragt)

3. Personenzentrierung und Persönliche Zukunftsplanung in der Praxis

Personenzentrierte Unterstützung und Persönliche Zukunftsplanung (PZP) haben seit vielen Jahren einen festen Stellenwert beim Fachdienst Hamburger Arbeitsassistenz. Der Workshop macht mit der Haltung und Sichtweise vertraut, auf der personenzentriertes Denken, Planen und Handeln basiert und gibt einen ersten Einblick in die Familie von Methoden, die unter dem Oberbegriff PZP bekannt geworden ist. Diese Sammlung verschiedener Methoden und Wege, mit der Menschen über sich, ihre Lebenssituation und ihre Zukunft nachdenken können, fragt konsequent, welche Vorstellungen vom jetzigen und weiteren Lebensweg bestehen. Dabei geht es darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, sich Ziele zu setzen und diese in gangbare Schritte umzusetzen. Ausgangspunkt sind konsequent die Gaben, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person. Es wird nach den Träumen und Wünschen der Person gefragt, gesucht und geforscht. Im Mittelpunkt einer Persönlichen Zukunftsplanung steht also der planende Mensch mit seinen Vorstellungen und Sehnsüchten, der von seinem persönlichen Unterstützerkreis Impulse und Ideen, aber auch tatkräftige Unterstützung bekommt. Das Referententeam wird davon berichten, wie diese Form der Unterstützungsplanung in einer Organisation aussehen kann und die Teilnehmer_innen an einem kreativen und spannenden Planungsbeispiel teilhaben lassen.
- Sandra-Nicole Rohr (Hamburger Arbeitsassistenz; zertifizierte Moderatorin & Multiplikatorin für Personenzentrierung und Persönliche Zukunftsplanung), Andrea Polzin (Rehabilitandin und Peer-Expertin bei der Hamburger Arbeitsassistenz)

4.  „Mit Leidenschaft dabei“ - Förderplanung in der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ – Individuelle betriebliche Qualifizierung nach § 55 SGB IX (InbeQ)

Als Anbieter der Maßnahme InbeQ kommt man an dem Thema Förderplanung nicht vorbei. Die Ausschreibungsunterlagen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind hier sehr klar, wenn da etwa steht „Es ist für jeden Teilnehmer eine individuelle Förderplanung zu erstellen und laufend fortzuführen.“ Auch der Prüfdienst Arbeitsmarktdienstleistungen der BA benennt Förderplanung als einen Prüfschwerpunkt der Maßnahme. In der Praxis wird Förderplanung immer wieder als eine Art „Verwaltungsakt“ missverstanden, an den man neben so vielen anderen Dingen auch noch denken muss. Anliegen des Workshops ist es daher, sich von dem Gedanken einer bloßen Verpflichtung zur Förderplanung zu lösen und eine neue Lust an dem Thema zu gewinnen, indem Förderplanung als Qualitätsmerkmal der eigenen, teilnehmerzentrierten Unterstützung neu- oder wiederentdeckt wird. Wir betrachten gemeinsam die Vorgaben der Leistungsausschreibung zum Thema Förderplanung, bringen diese in ein Gesamtbild und reflektieren die aktuelle Umsetzung in der eigenen Leistungserbringung. Durch den gemeinsamen Austausch haben alle die Möglichkeit, sowohl konkrete Anregungen als auch Bestätigung für die Umsetzung in der eigenen Praxis zu erhalten. - Lektüre zum Workshop: Florian Walczak, „Mit Leidenschaft dabei“ – Arbeitshilfe für die Förderplanung in der InbeQ, Themenheft der BAG UB (Hg.), Hamburg 2018.
- Florian Walczak (ACCESS Integrationsbegleitung gGmbH, Erlangen)

5.  Shekulo Tov (Israel): Ein ganzheitlicher Ansatz für Unterstützte Beschäftigung und Freizeitaktivitäten
– Hinweis: Der Workshop wird in Englisch präsentiert und ins Deutsche übersetzt (Kirsten Hohn, BAG UB)

In diesem Workshop wird das Integrative Modell für Unterstützte Beschäftigung (UB) der israelischen Organisation Shekulo Tov vorgestellt. Ziel des Modells ist es Menschen mit psychischen Erkrankungen und anderen Behinderungen zu helfen einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erlangen, indem sie von Beginn ihrer beruflichen Rehabilitation an in ihrer Qualifizierung unterstützt werden. Im Sinne einer ganzheitlichen Unterstützung werden die individuellen Bedarfe der unterstützten Person, ihre Lern- und Qualifizierungsprozesse und die sozialräumliche Einbindung berücksichtigt. Shekulo Tov’s Integratives Modell schafft einen wesentlichen Perspektivwechsel. Der Ansatz des Nacheinanders des UB-Prinzips „Erst platzieren, dann qualifizieren“ wird zu einem Ansatz des Gleichzeitigen „Qualifizieren und Platzieren“. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Modells führte zur Gründung der Shekulo Tov Gruppe, die mittlerweile eine Reihe von Integrationsfirmen und -abteilungen führt und an vielen Standorten in Israel UB anbietet. Kooperationen mit anderen Ländern sind Teil davon. Aktuell ist eine gemeinsame Integrationsfirma mit der Lebenshilfe Chemnitz kurz vor dem Start. Grundlegend sind hierfür drei Prinzipien:

  1. Vorbereitung: Förderung der Motivation, des Selbstvertrauens und der Fähigkeiten der Nutzer_innen
  2. Platzierung: Ermöglichung des Übergangs in ein Arbeitsverhältnis im allgemeinen Arbeitsmarkt
  3. Berufliche Weiterentwicklung: Unterstützung der beruflichen Weiterentwicklung

Das Integrative Modell von Shekulo Tov wurde 2017 mit dem UN-Zero-Project-Preis als innovative Praxis zu Beschäftigung, Arbeit, berufliche Aus- und Weiterbildung ausgezeichnet. Flankierend zu den Angeboten der UB bietet Shekulo Tov seinen Nutzer_innen auch Unterstützung bei der Freizeitgestaltung. In unserer Arbeit ist es für uns wichtig, ein auf die Einzelnen zugeschnittenes Angebot für Freizeit und Beruf zu machen.
- Hagar Alush (Shekukulo TOV, Israel), Tal Neuberger (Shekulo Tov, Israel)

6.  „Jeder hat eine Chance verdient“ - Unterstützte Beschäftigung – ressourcenorientierte Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

Der Anteil von Menschen mit psychischen Erkrankungen an allen im Rahmen der UB unterstützten Personen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies bringt Herausforderungen für Fachdienste und deren Mitarbeiter_innen mit sich. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bzw. mit anderen Behinderungsarten gibt es? Welches Fachwissen benötigen UB-Fachkräfte? Diese und ähnliche Fragen beschäftigten Leistungsträger und Leistungserbringer der UB. Im Rahmen des Projekts „Unterstützte Beschäftigung Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung“ ist daher im Auftrag der BAG UB eine Broschüre für Fachkräfte im Umgang mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in der Unterstützten Beschäftigung entstanden. Andrea Seeger vom Fachdienst ACCESS hat sich dieses Themas angenommen und die Broschüre geschrieben. Nach einer kurzen Vorstellung der Broschüre werden im Workshop gemeinsam die besonderen Herausforderungen mit dem Personenkreis beleuchtet und Lösungsvorschläge dafür erarbeitet. Außerdem wird im Workshop die Methode der Ressourcen-Timeline exemplarisch vorgestellt. - Lektüre zum Workshop: Andrea Seeger, „Jeder hat eine Chance verdient“ – Ressourcenorientierte Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, Themenheft der BAG UB (Hg.), Hamburg 2018.
- Andrea Seeger (ACCESS gGmbH, Erlangen-Nürnberg-Bamberg)

7.  Qualität - Ausschreibung - personenzentrierte Beschäftigung: Wie geht das zusammen?

Personenzentrierung ist die Leitlinie, die mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) und im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention hervorgehoben wird. Die Gesetzesbegründung zum BTHG nennt als Ziel eine „bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durch mehr Selbstbestimmung und Unterstützung zur individuellen Lebensplanung“. Was bedeutet das für die Qualität von Fachdiensten, zumal immer mehr Leistungen nach dem Vergaberecht ausgeschrieben werden? Davon ist auch der Integrationsfachdienst betroffen. Aber nicht nur hier gilt, dass Kontinuität, hohe Fachlichkeit und qualifiziertes Personal wichtige Qualitätsstandards sind, um individuelle Teilhabe effektiv zu ermöglichen. Erforderlich sind vertraute Ansprechpartner_innen und Fachdienste – sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für Betriebe. Auch die Betriebswirtschaftslehre begründet, dass Dienstleistungen von den Kunden in der Regel nur durch bereits erfahrene vergleichbare Angebote (Erfahrungsgüter) oder durch Vertrauen auf den Anbieter (Vertrauensgüter) beurteilt werden können. Und der Kunde soll ja im Mittelpunkt stehen, auch das heißt Personenzentrierung. Wie ist das zu gewährleisten im Rahmen zunehmender Ausschreibung und dadurch bedingte häufig wechselnde Anbieter, wodurch die fachliche Qualität immer wieder neu aufgebaut werden muss? Wegen und trotz länger bestehendere Ausschreibungspraxis wollen wir diese Fragen (erneut) diskutieren und Lösungsansätze für die Zukunft entwickeln.
- Andreas Schimmer (WIB Verbund, Berlin / BAG UB), Dr. Wolfgang Degner (Soziales Förderwerk e.V. Chemnitz / BAG UB) / Gäste: Katja Werzner (Integrationsamt Chemnitz), Berthold Deusch (KVJS-Integrationsamt, Karlsruhe), Marcus Schian (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation)

8.  Personenzentrierte Begleitung durch das Persönliche Budget ermöglichen – individuelle Wege im Übergang Schule-Beruf

Seit nunmehr 10 Jahren besteht der Rechtsanspruch von Menschen mit Behinderungen auf ein Persönliches Budget. Bei Veranstaltungen und Fachforen zum Thema Teilhabe am Arbeitsleben wird häufig deutlich, dass eine personenzentrierte Begleitung oft nicht umzusetzen ist oder nicht umgesetzt wird. Durch das Persönliche Budget ist diese Form der Begleitung jedoch schon lange möglich und es steht die Frage im Raum, warum es so wenige dieser Angebote gibt. In dem Workshop soll es v.a. um das konkrete Aufzeigen von individuellen und personenzentrierten Wegen und Möglichkeiten über das Persönliche Budget im Übergang Schule-Beruf gehen. Anhand von Praxisbeispielen aus der über 10jährigen personenzentrierten Arbeit mit dem Persönlichen Budget mit schwerhörigen und tauben Menschen in Berlin wird aufgezeigt, wie sich passgenaue und selbstbestimmte Übergänge und Begleitformen gestalten lassen- individuell, inklusiv und nachhaltig – und was dafür notwendig ist. Die Ermöglichung eines erneuten Besuchs einer Schule für den nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses wird hierbei genauso vorgestellt wie individuelle betriebliche berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Unterstützte Beschäftigungen sowie schulische und betriebliche Ausbildungen. Erfolgsgeschichten ehemaliger Teilnehmer_innen und ein produktiver Ansatz zum Mutig sein auf dem Weg zur personenzentrierten Arbeit und weg von festen Strukturen stehen im Mittelpunkt. Der Workshop ist kein Basiskurs zum Persönlichen Budget, sondern bietet den Raum zur Inspiration, Reflexion und zum moderierten (Erfahrungs-) Austausch.
- Victoria Behnke (Bereichsleitung/Pädagogische Leitung des Arbeitsbereichs SprungBRETT der Sinneswandel gGmbH Berlin; Bildungsbegleiterin und Moderatorin für Persönliche Zukunftsplanung), (Heinrich Hoops (Bildungsbegleiter Sinneswandel gGmbH/SprungBRETT Berlin)

9.  Autistische Fähigkeiten als Schlüssel zum Berufseinstieg

Während nicht-autistische Menschen in einem Umfeld aufwachsen, in dem sie ihre Art und Weise zu denken, wahrzu­nehmen und zu lernen in anderen Menschen spiegeln und mit ihnen entwickeln können, bleibt autistischen Menschen diese Möglichkeit in der Regel verwehrt. Sie müssen sich in oft langwierigen Prozessen selbst aneignen, wie sie ihr spezifisches Denken in ihr Leben integrieren und entwickeln können. Der Workshop "Autistische Fähigkeiten" kann dafür ein kleiner aber wichtiger Schritt sein, und damit auch eine wichtige Unterstützung auf dem Weg ins Berufsleben.
- Hajo Seng (autSocial, Hamburg), René Kuhlemann(Diversicon, Berlin)

ca. 19.30 Uhr:Abendessen

ca. 22.00 Uhr:„Unterhaltungsprogramm / Disco!“

 

Hauptkonferenz Freitag 23.11.2018

09.00 – 11.00 Uhr: Präsentation und Diskussion

1.  Tagungsbegleitende Workshops III (inklusiv)

Es stehen vier tagungsbegleitende Workshops zur Auswahl: ein Film-Workshop, ein Theater-Workshop, ein Musik-Workshop und ein Kreativ-Workshop. Sie finden parallel zu den inhaltlichen Angeboten während der Tagung statt (Mittwoch bis Freitag). Am Freitag werden die Workshopergebnisse beim Abschlussforum präsentiert. Die Workshops sind für alle Tagungsteilnehmenden offen. Die Teilnahme am Film- bzw. Theater-Workshop nur während einer der drei Workshopphasen ist nicht möglich. Theater- und Filmworkshop arbeiten auch während der Plenumsveranstaltungen am Donnerstag.
- Doris Haake (Mensch zuerst, Hamburg), Selina Röder und Annerose Kaiser (ACCESS Integrationsbegleitung Erlangen-Nürnberg-Bamberg), Robert Kruschel und David Jahr (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen) und Christoph Kaiser (Schauspieler u. Theaterpädagoge), Josua Mette und Miriam Hering (spectrum e.V. Marburg), Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB)

2.  Andere Leistungsanbieter – neue Chancen der beruflichen Teilhabe!?
- Hinweis: der Workshop wird auch Donnerstag angeboten

Andere Leistungsanbieter AL (§ 60 SGB IX) von Werkstatt-Leistungen sollen die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung ab 2018 bundesweit verbessern. Dadurch sollen Menschen mit Behinderung Alternativen zu einer Beschäftigung in einer WfbM, insbesondere in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, eröffnet werden. Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Fachkonzept erarbeitet, auf dessen Grundlage AL im Bereich Eingangsverfahren/Berufsbildungsbereich zugelassen werden sollen. In manchen Bundesländern gibt es auch verstärkte Bemühungen der Sozialverwaltungen für die Eingliederungshilfe (Arbeitsbereich), solche Anbieter Realität werden zu lassen. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung? Welche Möglichkeiten oder Hindernisse haben sich seit dem 1.1.18 gezeigt? Was kann interessierten Anbietern geraten werden? Dies soll im Workshop mit Vertreter_innen der Leistungsträger besprochen und geklärt werden.
- Manfred Becker (IFD / Kölner Verein, Köln), Achim Ciolek (Hamburger Arbeitsassistenz), Dr. Michael Bader (ProjektRouter, Köln) / Manfred Becker bringt die Positionen der Leistungsträger vom Donnerstag ein

3.  Fach- und Leitungskräfte beim Aufbau arbeitsweltbezogener Teilhabeangebote unterstützen!

Unterstützte Beschäftigung ist ein Konzept, das auch jenseits von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen Anwendung findet. Auch Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf können und wollen in Betrieben und im Sozialraum arbeiten und sich weiterentwickeln, Arbeitswege im öffentlichen Raum zurücklegen und als betriebliche Mitarbeiter_innen und Kolleg_innen wahrgenommen werden. In unserem Workshop möchten wir Fach- und Leitungskräften der Tagesförderung und weiteren interessierten Personen fachliche Impulse zum Aufbau entsprechender Teilhabeangebote in der Praxis geben. Zu Beginn werden wir kurz die Ergebnisse des Aktion Mensch-Projekts „Zeit für Arbeit!“ (2015-2017) zusammenfassen – sie zeigen deutlich, dass es Leistungsanbietern möglich ist, von ganz unterschiedlichen regionalen und institutionellen Voraussetzungen ausgehend arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote in ihrer Region aufzubauen. Anschließend werden wir Fragestellungen der Teilnehmenden sammeln und bearbeiten, die sich auf den konkreten Auf- und Ausbau entsprechender Teilhabeangebote vor Ort beziehen. Abschließend werden wir eine kleine Kostprobe unserer geplanten bundesweiten Weiterbildung geben, die im Rahmen unseres neuen Aktion Mensch-Projekts „WiN – Weiterbilden im Netzwerk“ Fach- und Leitungskräfte der Tagesförderung praxisorientiert beim Aufbau arbeitsweltbezogener Teilhabeangebote unterstützen wird.
- Berit Blesinger (BAG UB), Charlotte Körner (Hamburger Arbeitsassistenz)

4.  Wie sind Nachhaltigkeit und Qualität im Rahmen der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ zu sichern?

Die Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ (UB) nach § 55 SGB IX gibt es mittlerweile seit fast zehn Jahren. In beiden Teilen – der Individuellen betrieblichen Qualifizierung (InbeQ) und der Berufsbegleitung – wurden in dieser Zeit Erfahrungen gesammelt, ausgewertet sowie neue Erkenntnisse gewonnen und auf dieser Grundlage Verschiedenes konzeptionell und strukturell verändert bzw. ergänzt. An der Weiterentwicklung waren Leistungserbringer und Leistungsträger gleichermaßen beteiligt. Unter anderem mit dem Projekt „Unterstützte Beschäftigung – Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung“ begleitet die BAG UB die Umsetzung der UB in den letzten Jahren. Ziel war es hier vor allem Erkenntnisse über Erfolge und Umsetzungen der nachhaltigen Sicherung von Arbeitsverhältnissen zu erlangen, die durch die InbeQ entstanden sind. Mit verschiedenen evaluativen Ansätzen sowie im regelmäßigen Fachaustausch ist dies umgesetzt worden. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen dazu werden im Workshop vorgestellt und diskutiert. Im Projekt wurden außerdem verschiedene Arbeitshilfen erstellt, die im Workshop präsentiert werden. Zudem erfolgt eine Einschätzung der Projektergebnisse durch die Bundesagentur für Arbeit, das Integrationsamt und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
- Kirsten Hohn und Jan Siefken (BAG UB), Yvonne Streit (Bundesagentur für Arbeit), Guido Kleb (Integrationsamt Baden-Württemberg), Sascha Köhne (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

5.  Integrationsfachdienst – Strukturverantwortung und Personenzentrierung

Vom Einzelfall über die bedarfsorientierte Angebotsgestaltung bis zur konkreten Durchführung. Personenzentrierung ist die neue Programmformel im Bundesteilhabegesetz. In der Neufassung des 9. Sozialgesetzbuches wird sie u.a. im § 8 „Wunsch- und Wahlrecht des Leistungsberechtigen“ und im § 61 „Wahlrecht des Menschen mit Behinderung“ konkretisiert. Doch ohne differenzierte und vielfältige Angebotsstrukturen vor Ort scheitert bereits die Idee der Teilhabeplanung am Anspruch der Personenzentrierung. Wir möchten mit Ihnen anhand von Beispielen aus den Landkreisen Stormarn und Segeberg diskutieren, wie wir als Integrationsfachdienst Bedingungen für eine personenzentrierte Teilhabeplanung und Leistungserbringung (un)mittelbar mitgestalten. In diesem Workshop geht es um vorteilhafte Netzwerke, engagierte Leistungsträger, fachliches Know-How, hinderliche Maßnahmestrukturen, das Persönliche Budget und unsere Haltung zu einem Fallmanagement, welches vom ersten „Klingeln an der Tür“ bis zur Durchführung von personenzentrierten Rehabilitationsleistungen und oft noch viel weiterführt.
- Maria Haasis und Stephan Ekhoff (Integrationsfachdienst Stormarn und Segeberg - AWO Neue Arbeit GmbH, Ahrensburg), N.N. (Eingliederungshilfe Kreis Segeberg, angefragt)

6.  Aus der Praxis – Fragen zum Reha-Recht

Das Reha-Recht ist ein sehr komplexes Rechtsgebiet, das nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Praktiker_innen vielfach ratlos zurücklässt. Im Rahmen des Workshops sollen Rechtsfragen behandelt werden, die in der praktischen Arbeit zu Problemen und Schwierigkeiten führen. Ziel dabei ist, nicht nur auf die rechtlichen Grundlagen einzugehen, sondern auch Lösungswege und Strategien im Rahmen des geltenden Rechts zu behandeln, sowie einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Die Fragestellungen können sich sowohl auf die Leistungsanbieter als auch auf die Betroffenen beziehen. Sofern gewünscht, können Fragen, die im Workshop behandelt werden sollen, auch bereits vorab der Geschäftsstelle der BAG UB mitgeteilt werden (unter Betreff „Jahrestagung BAG UB - Fragen zum Reha-Recht“ an info[at]bag-ub.de).
- Jens Hansen (vormals Zentrale der Bundesagentur für Arbeit)

7.  Das Angebot der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)

Diese Beratungsstellen sind ein neues, niedrigschwelliges Beratungs- und Informationsangebot für Menschen mit Behinderungen, das bereits im Vorfeld einer Beantragung tätig werden soll. Das Beratungsangebot in den EUTB ist unabhängig von Leistungsträgern und Leistungserbringern und allein den Menschen mit Behinderungen verpflichtet und stärkt so die Rechtsstellung von Menschen im Prozess von Rehabilitation und Teilhabe. Im Rahmen des Workshops stellen sich sowohl die Selbstbestimmt Leben UG (SLUG) als auch eine lokal arbeitende EUTB vor. SLUG ist neben der Abteilung Deaf Studies der Humboldt-Universität Berlin und der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub) an der Fachstelle Teilhabeberatung beteiligt. Die SLUG arbeitet insbesondere am Ausbau des Peer Counseling, der Beratung von Betroffenen für Betroffene auf Bundesebene und unterstützt damit die Arbeit der EUTB. Neben der SLUG stellt sich im Workshop auch eine EUTB vor. Die Beratungsarbeit und die Vernetzungsarbeit, z. B. auch mit den Integrationsfachdiensten, werden vorgestellt.
- Franziska Eder (Selbstbestimmt Leben UG, Berlin), N.N. (EUTB Beratungsstelle)

8.  Personenzentrierte Begleitung - Wie wird diese von Fachdiensten und Leistungsträgern gestaltet?

In diesem Workshop soll es um das Ausloten von Wegen und Möglichkeiten gehen, die eine personenzentrierte Begleitung in den Bereichen ÜWA (Übergang Werkstatt –allgemeiner Arbeitsmarkt), ÜSB (Übergang Schule-Beruf), UB („Unterstützte Beschäftigung“ - Individuelle betriebliche Qualifizierung (InbeQ)) Reha-Vermittlung und Berufsbegleitung / Arbeitsplatzsicherung möglich machen. Im Zentrum steht nicht nur die berufliche Orientierung/Perspektive oder Sicherung, sondern umfasst auch –je nach Bereich- persönliche Schwerpunkte, wie das Wohnen, die Freizeit und die Bildung. Fragen, die die Teilnehmenden des Workshops beschäftigen werden, sind z.B.:

    • Wie sind die Übergänge von z.B. Schule/Werkstatt/UB in ein Arbeitsverhältnis so zu gestalten, dass die individuellen Bedarfe Berücksichtigung finden?
    • Wie lassen sich die individuellen Bedarfe ermitteln?
    • Wie sieht die Zusammenarbeit von Leistungserbringern und Leistungsträgern der aus, damit ein möglichst hohes Maß an personenzentrierter Begleitung erreicht werden kann?

- Ulla Füßer, Stefan Lau (BBD Neuss)

9. Umgang mit schwierigen Situationen - Menschen mit Persönlichkeitsstörungen verstehen und unterstützen

Immer wieder haben es Fachkräfte mit Klienten zu tun, die sie als besonders schwierig erleben. Diese Klienten sind anders, oft schwer zu verstehen und schwierig im Umgang. Menschen mit Persönlichkeitsstörungen werden oft als schwierige Klienten bezeichnet und sind eine Herausforderung für die Fachkräfte. Sie sehen scheinbar keine eigenen Anteile, suchen die Schuld immer bei anderen und sind nicht bereit, sich zu verändern. Im Workshop wird erläutert, wie Persönlichkeitsstörungen im Laufe der Entwicklung eines Menschen entstehen und welche Ansatzpunkte es für einen hilfreichen Umgang im Arbeitskontext gibt.
- Dr. Irmgard Plößl (Rudolf-Sophien-Stift gGmbH, Stuttgart)

11.00 Uhr – 11.30 Uhr: Pause

11.30 Uhr – 12.30 Uhr: Abschlussforum

"Was mich beschäftigt!"
– Unterstützte Arbeitnehmer_innen präsentieren Ergebnisse der tagungsbegleitenden Kreativ-Workshops

Moderation: Robert Gießelmann (spectrum e.V. Marburg)

12.30 Uhr – 13.30 Uhr: Mittagsimbiss

 

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