|
Position: Home
->
Weiterbildung ->
Integrationsberatung -> Curriculum

Hier finden Sie Informationen zur berufsbegleitenden Weiterbildung
Integrationsberatung in Unterstützter
Beschäftigung
Professionell in Arbeit begleiten
Modulinhalte
Die Komponenten
Professionell in Arbeit begleiten
Weiterbildung Integrationsberatung mit dem Konzept Unterstützte
Beschäftigung
Supported Employment - Unterstützte Beschäftigung - Job Coaching:
Diese Stichworte kennzeichnen einen fortschrittlichen Ansatz, Menschen
mit erschwertem Zugang zur Arbeitswelt bei der Integration in Betriebe
des allgemeinen Arbeitsmarktes zu unterstützen.
Damit die Integrationschancen steigen, braucht es auf Seiten der
Beratenden Kompetenz und Professionalität, um
- mit den Arbeitssuchenden Fähigkeiten, Bedürfnisse und
Perspektiven zu erkunden
- Arbeitsplätze zu akquirieren und ein vertrauensvolles Verhältnis
zu den Arbeitgebenden aufzubauen
- Lernen und Entwicklung am Arbeitsplatz zu ermöglichen - in
Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sowie
- in kritischen Phasen konstruktiv zu unterstützen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (BAG UB)
bietet als führender Anbieter seit 1998 auf der Basis europäisch
vereinbarter Qualitätsstandards eine berufsbegleitende Weiterbildung in
Unterstützter Beschäftigung an. Die anderthalbjährige Qualifizierung
wird ab September 2012 bereits zum zwölften Mal durchgeführt und
kontinuierlich weiterentwickelt. In Kooperation mit Agogis INSOS W&O
wird die Qualifizierung zum dritten Mal parallel auch in der Schweiz
angeboten.
In insgesamt acht Modulen wird der Prozess der beruflichen
Integration mit allen Bausteinen des Konzepts Unterstützte Beschäftigung
nachvollzogen: Von der Individuellen Berufsplanung über die erfolgreiche
Akquisition von Arbeitsplätzen, die Qualifizierung im Betrieb (Job
Coaching) bis hin zur langfristigen Sicherung bestehender
Arbeitsverhältnisse und guten Praxis regionaler Vernetzung.
Wahlmodule und die Kooperation mit der Schweiz ermöglichen es,
innerhalb der Qualifizierung individuelle Schwerpunkte zu setzen und
länderübergreifende Erfahrungen zu sammeln. Als modernes
Kommunikationsinstrument steht den Teilnehmer/innen neben den Seminaren
eine Lernplattform im Internet zur Verfügung.
Die gesamte Weiterbildung inklusive aller Seminare wird von
einem/einer erfahrenen Tutor/in der BAG UB begleitet, die/der den
Referent/innen und den Teilnehmer/innen als kontinuierliche/r
Ansprechpartner/in zu Seite steht.
Die Qualität der Module sichern wir durch eine kontinuierliche
Anpassung der Seminarinhalte an aktuelle Entwicklungen und durch
regelmäßige Befragung der Teilnehmer/innen. Unsere Referent/innen
verfügen über Moderationskompetenz und haben langjährige Erfahrung in
der Beratung von Menschen mit Behinderung bzw. Betrieben.
Der Aufbau der Weiterbildung
Die Weiterbildung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Phasen.
Der Aufbau ist prozessorientiert und bietet die Möglichkeit, individuell
fachliche Schwerpunkte zu setzen.
Ziel der Qualifizierung ist es,
- den Teilnehmer/innen die für das Arbeitsfeld erforderlichen
Kenntnisse und relevanten Methoden praxisnah zu vermitteln
- im fachlichen Austausch die eigene Arbeitsweise zu reflektieren
- die vorhandenen Handlungskompetenzen (Fach-, Methoden- und
Sozialkompetenzen) zu stärken und weiterzuentwickeln
- die fachlichen Kenntnisse im Umgang mit einzelnen Zielgruppen zu
erweitern
sowie
- die qualitative Weiterentwicklung der Integrationsarbeit zu
fördern.
Die Module der Phasen I und III (verpflichtend) werden zeitnah sowohl
in Deutschland als auch in der Schweiz angeboten. Die Phase II
(Wahlmodule) ist länderübergreifend gestaltet: Die Wahlmodule können von
Teilnehmer/innen aus beiden Ländern besucht werden. So erhöhen wir die
Wahlmöglichkeiten und fördern den fachlichen Austausch mit einer
erweiterten Perspektive.
Zielgruppe
Die Zielgruppe sind professionell Tätige aus
- Anbietern der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ (§ 38a SGB
IX)
- Integrationsfachdiensten
- Werkstätten für behinderte Menschen und
- anderen Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation (BBW, BFW,
BTZ u.a.)
die im Bereich der beruflichen Integration von Menschen mit
erschwertem Zugang zur Arbeitswelt arbeiten oder planen, dies zu tun.
Hinweis:
Die Weiterbildung der BAG UB ist seit Januar 2012 von der
Bundesagentur für Arbeit (BA) in den Personalanforderungskatalog der
Vergabeunterlagen zur Maßnahme „individuelle betriebliche
Qualifizierung im Rahmen Unterstützter Beschäftigung nach § 38a Abs.
2 SGB IX (InbeQ)“ aufgenommen. Qualifizierungsanleiter/innen der
InbeQ mit einer Qualifikation zum/zur Integrationsberater/in für
Unterstützte Beschäftigung sind somit als geeignetes Personal
anerkannt.
Seitenanfang
Überblick über die Inhalte der Weiterbildung
Ausbildungsphase I:
(verpflichtend; in fester Lerngruppe)
Modul 1: Das Konzept „Supported Employment /
Unterstützte Beschäftigung“
-
Überblick über den Kurs und Hilfen zum
Studium
-
Paradigmenwechsel in der beruflichen
Integration
-
Unterstützte Beschäftigung: Entwicklung,
Prinzipien und Prozess
-
Prinzipien von Job Coaching und Rolle
des Job Coach
-
interdisziplinäres Arbeiten in
unterschiedlichen Systemen
-
kundenorientierte Beratungs- und
Dienstleistungsangebot
Modul 2: Individuelle Berufsplanung - jede/r
Bewerber/in ist einmalig
-
Methoden und Arbeitsweisen zur Datenerfassung
der Bewerber/innen
-
Erkundung von Fähigkeiten, Talenten, Kenntnissen
-
Erstellung von Bewerber/innenprofilen
-
Matching-Methoden des Zugangs zum Arbeitsmarkt
-
Case-Management - Vernetzung im Einzelfall
Modul 3: Basisseminar Arbeitsplatzakquisition - Der
Weg zur Beschäftigung
-
zentrale Aspekte von Kalt- und Warmakquise;
Akquisitionsstrategien
-
methodische Suche nach Arbeitsstellen und
Zielbetrieben
-
Kontakt mit Arbeitgebern: Erwartungen, Bedenken,
Umgang mit Einwänden, betriebswirtschaftlich argumentieren
-
Präsentation von Bewerber/innen
-
Nutzen für Betriebe und Win-Win-Situationen
finden
-
zielorientierte Gesprächsführung am Telefon und
im persönlichen Akquisitionsgespräch
Ausbildungsphase II (Module 4
– 6 von acht Wahlmodulen; offene Lerngruppe)
Aus einem Angebot von acht Modulen werden
drei Module verpflichtend ausgewählt. Die Wahlmodule 1, 3, 6b und 7
finden in der Schweiz statt, die Wahlmodule 2, 4, 5 und 6a in
Deutschland.
Wahlmodul 1: Methoden der „Persönlichen
Zukunftsplanung“
– kreative Möglichkeiten einer individuellen Berufswegeplanung
-
Persönliche Zukunftsplanung – Einführung in
Theorie und Praxis
-
personenzentriertes Denken, Planen und Handeln
als Grundhaltung, personenzentrierte Dienstleistungen
-
Methoden zum gegenseitigen Kennenlernen
-
Stärken und Fähigkeiten, Träume und Motivation
erkunden
-
persönliches Profil „Eine Seite über mich“
-
Methoden zum Erkunden von Netzwerken und des
Sozialraums
-
Arbeiten mit Unterstützungskreisen, MAP und PATH
-
persönliche Lagebesprechungen
Wahlmodul 2: Vertiefungsseminar -
Arbeitsplatzakquisition für Fortgeschrittene
-
Übung von zielorientierten, Kontakt fördernden
(telefonischen und persönlichen) Gesprächen mit Personalverantwortlichen
-
kontaktfördernde Gesprächstechniken und
Gesprächssteuerung
-
(Eigen)Präsentation der Integrationsberater/in
und ihre Rolle(n) zwischen Personaberatung, Personaldienstleistung und
Helfer/in
-
Selbstmotivation und Umgang mit schwierigen
Rahmenbedingungen
Wahlmodul 3: Berufliche Unterstützung von Menschen
mit psychischer Erkrankung
-
Krankheitsbilder und ihre Auswirkungen
-
Arbeit und ihre Anforderungen
-
das System beruflicher Rehabilitation – Angebote
für psychisch erkrankte Menschen
-
Kategorisierung von Belastungssituationen
-
wichtige Prinzipien im Umgang mit Menschen mit
psychischer Erkrankung
Wahlmodul 4: Förderrecht und Rehabilitation in
Deutschland
-
das System der beruflichen Rehabilitation
-
Leistungen der Bundesagentur für Arbeit und im
Rahmen der Grundsicherung
-
begleitende Hilfen im Arbeits- und Berufsleben
-
besonderer Kündigungsschutz für schwerbehinderte
Menschen
-
rentenrechtliche Aspekte von Vermittlung aus der
WfbM
Wahlmodul 5: Betriebliche Welten entdecken –
Integrationspotentiale wecken.
Die Sprache der Betriebe verstehen und sprechen
-
betriebswirtschaftliche Grundhaltungen
-
Wie denken und sprechen
Arbeitgeber/innen?
-
Zielvereinbarungsgespräche für Praktika
mit Betrieben nutzen
-
passgenaue Arbeitsplätze: Wie findet
oder wie erfindet man den „richtigen“ Arbeitsplatz in einem Betrieb?
-
das System Betrieb: Wer macht was?
Geschriebene und ungeschriebene Regeln, formelle und informelle
Rollen und Hierarchien
Wahlmodul 6 (6a in Deutschland, 6b in der Schweiz):
Job Coaching professionell – Strategien und Methoden der Unterstützung im
Betrieb
-
Lernort Arbeitsplatz
-
Entwicklung von Hilfsmitteln
-
Förderung der kollegialen Unterstützung am
Arbeitsplatz
-
Moderation und Problemlösung im betrieblichen
Qualifizierungsprozess
-
begleitende Bildungsangebote im Bereich
Schlüsselqualifikationen
Wahlmodul 7: Berufliche Integration in der Schweiz
– rechtliche und finanzielle Grundlagen
-
die verschiedenen Systeme der beruflichen
Integration
-
begleitende Hilfen im Arbeits- und Berufsleben
-
Leistungen im Kontext von Arbeitslosigkeit und
Invalidität
-
sozialversicherungsrechtliche Aspekte
-
interinstitutionelle Zusammenarbeit
Ausbildungsphase III:
(verpflichtend; in fester Lerngruppe)
Modul 7: Methoden zur Professionalisierung
der Integrationsarbeit
-
Grundlagen der Qualitätssicherung und
Organisationsentwicklung
-
Qualitätsstandards und ihre Anwendung in der
Praxis
-
Methoden zur fachlichen Reflexion und (Selbst-)
Evaluation
-
Kundenorientierung und kontinuierliche
Verbesserung
-
Kriterien erfolgreicher Vernetzung und
Kooperation
Modul 8: Nachhaltige Sicherung des Arbeitsplatzes -
Konfliktmanagement
-
theoretische Grundlagen
-
langfristige Sicherung von Arbeitsverhältnissen,
Arbeitsrealität und Praxis
-
Beratung im Betrieb, Krisenintervention
-
Strategien des konstruktiven Umgangs mit
Konflikten in der Rolle als Integrationsberater/in
-
Reflexion der eigenen Grundhaltungen in der
Rolle als Berater/in und in Konflikten
-
Einüben von Konfliktkompetenzen anhand von
Fällen aus der (eigenen) Praxis
Abschlusskolloquium und Auswertung des Lehrgangs
-
Präsentation und Abnahme der Praxisprojekte
-
Gesamtreflexion der Weiterbildung
-
Zertifizierung der Teilnehmenden
Seitenanfang
Die Komponenten der Weiterbildung
Das Studienmaterial
Jedes der vorgestellten Kernmodule (Ausbildungsphasen I und III)
besteht aus ausführlichen schriftlichen Fernstudienunterlagen, die
praxisnah in das jeweilige Thema einführen. Die Inhalte und Themen sind
so strukturiert und aufgebaut, dass sie interaktiv bearbeitet werden
können. Fallbeispiele, Arbeitsmaterialien, Reflexions- und
Praxisaufgaben sowie vertiefende Literaturhinweise sind dabei wichtige
Bestandteile der jeweiligen Kursmaterialien.
Kompaktseminare
Jedes Modul umfasst ein dreitägiges Kompaktseminar (20
Unterrichtsstunden = 15 Zeitstunden). Diese Seminare dienen der
inhaltlichen Vertiefung und der praktischen Umsetzung der schriftlichen
Modulunterlagen. Wichtiger Bestandteil der Seminare ist der fachliche
Austausch, die Reflexion der Integrationsarbeit und die
Auseinandersetzung mit der eigenen (Berufs-)Rolle.
Die Kompaktseminare zu den Modulen in Deutschland finden jeweils statt von:
1. Tag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
2. Tag: 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
3. Tag: 08.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Die Kompaktseminare zu den Modulen in der Schweiz finden jeweils statt
von:
1. Tag: 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
2. Tag: 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Tutorium
Die Teilnehmer/innen werden durch den Prozess der Qualifizierung
hindurch von einer/m Tutor/in begleitet, die/der im Verlauf der gesamten
Weiterbildung als Ansprechpartner/in zur Beratung und Unterstützung zur
Verfügung steht.
Kollegiale Studiengruppen
Zwischen den Modulen können selbstorganisierte Treffen in kollegialen
Studiengruppen stattfinden. Auf diesen Treffen werden die Inhalte und
Arbeitsaufgaben der Module vertieft und reflektiert. Sie dienen in
Ergänzung zu den Kompaktseminaren dem fachlichem Austausch, der
kollegialen Beratung und auch der Entwicklung des Praxisprojektes.
Prozessdokumentationen
Im Verlauf der Weiterbildung soll jede/r Teilnehmer/in zwei Menschen mit
Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermitteln und durch die gesamten
Phasen des Integrationsprozesses begleiten. Exemplarisch werden hierbei die
Inhalte der Qualifizierung umgesetzt und der jeweilige Prozess sowie die
Arbeitsweise reflektiert.
Über die Prozessverläufe wird jeweils ein schriftlicher Bericht geschrieben und
mit dem/der Tutor/in abgesprochen.
Praxisprojekt und Kolloquium
Die Weiterbildung bezieht ein Praxisprojekt mit ein. Dieses Projekt
dient der konkreten praktischen Umsetzung ausgewählter Inhalte der
Weiterbildung zur Verbesserung und Weiterentwicklung der eigenen Praxis.
Das Projekt wird mit der/dem Tutor/in abgesprochen. Zu dem während der
Weiterbildung durchgeführten Projekt ist ein schriftlicher Bericht zu
erstellen. Die Weiterbildung endet mit einem Kolloquium, auf dem die
Praxisprojekte vorgestellt und diskutiert werden.
Zertifikat
Der erfolgreiche Abschluss der Weiterbildung setzt die Teilnahme an
mind. 80% der Kompaktseminare, die Abgabe zweier schriftlicher
Prozessdokumentationen, die Durchführung eines Praxisprojektes sowie
eine Projektpräsentation während des Abschlusskolloquiums voraus.
Fortbildungskosten
Teilnahmegebühr:
für Mitgliedsorganisationen der BAG UB (juristische Personen): 2.970,00 Euro
für Nichtmitglieder: 3.350,00 Euro
Zusätzlich fallen Kosten für die Tagungspauschale inklusive
Unterkunft, Verpflegung, Gebühr für Tagungsraum und Medien (insgesamt
145 € bzw. 159 € pro Kompaktseminar im Einzelzimmer) sowie für An- und
Abreise an. Übernachtungen außerhalb sind nicht möglich.
Anmeldeschluss ist 4 Wochen vor Beginn!
Unterstützung durch die Arbeitgeber/innen
Für die erfolgreiche Teilnahme an der berufsbegleitenden
Weiterbildung streben wir Kooperationsvereinbarungen mit den jeweiligen
Arbeitgeber/innen an, in denen die Unterstützung und Freistellung für
die gesamte Fortbildung zugesagt wird.
Seitenanfang
Termine und Anmeldung
Nähere Informationen zu den Terminen dieser Weiterbildung und die
Möglichkeit sich anzumelden finden sie unter
Termine / Anmeldung.
Für Fragen stehen wir Ihnen unter Telefon 040 /
432 53 122 gern zur Verfügung.
|