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Patenschaft für unterstützte Arbeitnehmer/innen -
Solidarische Teilhabe gefordert!

Klicken Sie bitte auf diesen Link für weitere Informationen. Vielen Dank!

 

„Qualität hat ihren Preis!“
- Personenzentrierung in Zeiten der Kosteneinsparung -
BAG UB Fachtagung 2012 im Seminaris Hotel Bad Honnef

4Download Programm mit Anmeldeformular

 

„Qualität hat ihren Preis!“
- Personenzentrierung in Zeiten der Kosteneinsparung -

ZEIT: 21. bis 23. November 2012
ORT: Seminaris Hotel Bad Honnef
4www.seminaris.de/kongresspark

„Qualität hat ihren Preis“ – oder gibt es die Zauberformel, alles besser und gleichzeitig billiger zu machen? Verbirgt sich hinter dem Konzept der „Personenzentrierung“ eine solche Zauberformel? Menschen mit Behinderung machen die Erfahrung, dass eher der Preis als eine lebensnahe Berücksichtigung ihrer Unterstützungsbedarfe Beachtung findet und sie werden kaum in Entscheidungsprozesse der Kostenträger eingebunden. Menschen mit Behinderungen haben individuelle Lebensumstände und Hilfebedarfe. Ohne ihre Kenntnisse in eigener Sache und ihre gleichberechtigte Einbeziehung geht es nicht. Personenzentrierung und Inklusion bedeuten, dass Menschen mit Behinderungen auf Augenhöhe zu Wort kommen und als ExpertInnen in eigener Sache anerkannt werden.

Selbstverständlich hat es in den letzten Jahren auch positive Entwicklungen gegeben. Es gibt eine Menge guter Praxisbeispiele. Auch, was das Handeln einzelner Kostenträger betrifft. Die Bundesagentur für Arbeit setzt das Persönliche Budget zur Teilhabe am Arbeitsleben seit Jahren konsequent um, sogar als durch ein ausstehendes Rechtsurteil erhebliche Verunsicherung in den örtlichen Arbeitsagenturen entstand. Sie ist in diesem Bereich Vorbild. Dieses Bundessozialgerichtsurteil hat Ende 2011 auch das Selbstbestimmungs- und Wahlrecht der Menschen mit Behinderung gestärkt. Der Bundesbehindertenbeauftragte sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben darauf hingewiesen. Viele Leistungen sind mit Inkrafttreten des SGB IX eingeführt oder verbessert worden. Es gibt für Menschen mit Behinderung grundsätzlich mehr Chancen, den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit Unterstützung durch Fachdienste zu gehen. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat einen weiteren Schub erzeugt und zu einer breiteren Diskussion in der Gesellschaft geführt. Schulische und nachschulische Ressourcen werden sinnvoll und langfristig kostensparend miteinander verknüpft, wenn die zuständigen Leistungsträger und Leistungserbringer konstruktiv zusammenarbeiten. Der Gewinn für alle ist da – das zeigen die überproportionalen Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Nachmachen ist ausdrücklich erlaubt!

Neben der guten Praxis gibt es jedoch auch die „schlechte Praxis“. Nicht überall, wo „Personenzentrierung“ und „Qualität“ drauf steht, sind sie auch drin. Überall dort, wo nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, entstehen systembedingte Barrieren, die auf grundsätzliche (kostenintensive) Fehlsteuerungen durch Verwaltung und Kostenträger hinweisen. Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen benötigen fachkompetente und verlässliche Ansprechpartner in den sie unterstützenden Fachdiensten. „Unternehmen brauchen mehr qualifizierte Beratung – und nur einen Ansprechpartner“, ist die Forderung der Betriebe, wie die Bundesvereinigung der Deutscher Arbeitgeberverbände betont. Dies zu erfüllen ist schwierig genug; gibt es doch eine Vielzahl von Diensten mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen. Es kommen immer mehr Fachdienste auf Betriebe zu und fragen nach Qualifizierungs-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Die öffentlichen Ausschreibungen von Dienstleistungen verschärfen dieses Problem. So gibt es in manchen Regionen mehrere wechselnde und miteinander konkurrierende Dienste mit gleichen Zielsetzungen. Menschen mit Behinderung, Angehörige und Schulen wissen nicht mehr, wer für sie wann und wofür zuständig ist. Es fehlt an Beratung sowie an Kriterien, wonach die individuelle Auswahl am besten zu treffen ist. Eine unabhängige Verbraucherberatung ist Mangelware und so entsteht ein unübersichtlicher Dschungel. Dies wird verstärkt, wenn mehrere Leistungsträger beteiligt sind, da diese eher selten gut koordiniert zusammenarbeiten – trotz Verpflichtung im SGB IX. Wer prüft eigentlich die adäquate Umsetzung der Gesetze? Ausreichende Wahlmöglichkeiten und verlässliche Angebotsstruktur sind auszubalancieren. Wer sorgt dafür und übernimmt die Strukturverantwortung? Was gilt eigentlich – Wettbewerb oder verlässliche Struktur- und Angebotsqualität zur nachhaltigen Teilhabe im Sinne der UN-BRK? Lohndumping ist längst Teil der Wirklichkeit und hat schon heute Fachkräftemangel in sozialen Arbeitsfeldern zur Folge. Warum wird nichts dagegen unternommen? Besser, mehr und billiger? Ausschreibungen sind alternativlos, heißt es. Warum eigentlich? Die Qualität, nicht der Preis steht im Vordergrund, heißt es. Die Realität sieht häufig anders aus. Gefragt sind fachlich-inhaltliche Qualitätskriterien. Die Bewertung von Qualität ist stärker in die Hände der Nutzer/innen, also der Menschen mit Behinderung, zu legen.

Informationen, Anregungen und Austausch hierzu und Beispiele guter Praxis sowie offene Diskussionen zu den oben aufgeworfenen Fragestellungen finden Sie auf der diesjährigen Tagung der BAG UB in Bad Honnef.

Wir wünschen Ihnen angenehme Begegnungen, neue Ideen und viel Spaß!
Team und Vorstand der BAG UB

Die Veranstaltung ist unterteilt in
Vorkonferenz (21.11.2012, ab 14.00 Uhr) und
Hauptkonferenz (22.-23.11.2012, ab 13.00 Uhr).
Am Vormittag des 22.11.2012 wird die Mitgliederversammlung der BAG UB abgehalten.

„Qualität hat ihren Preis!“
- Personenzentrierung in Zeiten der Kosteneinsparung -
BAG UB Fachtagung 2012 im Seminaris Hotel Bad Honnef

4Download Programm mit Anmeldeformular

Vorkonferenz Mittwoch 21.11.2012

Ab 12.30 Uhr: Mittagsimbiss

14.00 Uhr – 18.30 Uhr: Methodische Workshops mit Pause

  1. Workshop für unterstützte ArbeitnehmerInnen I / uA
    In diesem Workshop wird es auch dieses Jahr wieder ein inhaltliches Schwerpunktthema geben, aber auch die Möglichkeit, sich mit Unterstützung durch ModeratorInnen nach Bedarf und Interesse mit den Themen der Tagung zu beschäftigen. Zusätzliche Angebote sind ein zweitägiger Film- und ein zweitägiger Theaterworkshop. Im Filmworkshop soll mit den TeilnehmerInnen das Arbeitsfeld von JournalistInnen erkundet und dann eine Nachrichtensendung zur Tagung produziert werden. Der Theaterworkshop bietet die Chance, spielerisch neue (Traum-)Rollen auszuprobieren. Dabei wird ein Theaterstück gemeinsam erarbeitet, geprobt und am Freitag im Abschlussforum präsentiert. Auch die Ergebnisse der anderen Gruppen sollen hier eine Bühne bekommen. Wie immer sind Fachkräfte und UnterstützerInnen von Menschen mit Behinderung herzlich eingeladen.
    Doris Haake und Andrea Junginger (People First, Hamburg), Unterstützer/innen: Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB), Claus Sasse (BAG UB), Sabrina Friess, Robert Kruschel (Universität Halle-Wittenberg), Christoph Kaiser (Schauspieler u. Theaterpädagoge), Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen)
     
  2. Unterstützte Beschäftigung (UB) nach § 38a SGB IX mit Menschen mit psychischen Erkrankungen - Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung
    ARINET bietet berufliche Rehabilitation für Menschen mit psychischen Erkrankungen an und ist seit 2009 in der Bietergemeinschaft Unterstützte Beschäftigung Hamburg für die Begleitung der Teilnehmenden mit psychischen Beeinträchtigungen zuständig. Je nach zugrunde liegender gesundheitlicher Beeinträchtigung gestaltet sich die alltägliche UB-Arbeit unterschiedlich und weist zielgruppenspezifische Besonderheiten auf. Ziel des Workshops soll es deshalb zum einen sein, sich in einem fachlichen Erfahrungsaustausch der Fragestellung „Wie ist UB mit psychisch erkrankten Menschen umzusetzen, was ist daran besonders?“ anzunähern. Zum zweiten soll es aber auch darum gehen, aus den Erfahrungen der „Alltagsarbeit“ heraus Ideen für die Zukunft zu entwickeln und diese bspw. in Anregungen für die BAG UB, Forderungen für zukünftige UB Ausschreibungen u.ä. einmünden zu lassen. Dieser Workshop richtet sich deshalb insbesondere an KollegInnen, die in ihrem Alltag mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten und an fachlichem Austausch und Weiterentwicklung mit Fokus auf diese Zielgruppe interessiert sind.
    Ulrike Haskamp u. Michaela Struve (ARINET GmbH Hamburg)
     
  3. Bin ich glücklich an meinem Arbeitsplatz? Wie können wir mit dem Index für Inklusion Veränderungen anschieben? / uA
    Was? Der Index für Inklusion ist eine Art Fragenkatalog. Mit Hilfe dieser Fragen und kreativen Methoden, schauen wir, was wir an unserem Arbeitsplatz verändern möchten, damit wir dort gut arbeiten können.
    Wer? Dieser Workshop ist sowohl für Fachkräfte aus der sozialen Arbeit als auch unterstützte Arbeitnehmer/innen geplant, die etwas verändern möchten und den Index für Inklusion kennenlernen wollen.
    Wie? Mit verschiedenen Materialien werden wir Modelle bauen, die unseren Prozess zum guten Arbeitsplatz aufzeigen.
    Der Austausch mit den Team-Mitgliedern hilft jedem Einzelnen, neue Positionen einnehmen zu können und kennenzulernen, um neue Schritte gehen zu können.
    Hinweis: Teilnehmer/innen-Anzahl begrenzt auf höchstens 20 Personen!
    Marie-Luise Köhler und Anika Naß (Moderatorinnen für den Index für Inklusion, Spectrum Arbeit und Leben Lüneburg)
     
  4. Unterstützte Beschäftigung – Einführung in Grundlagen, Chancen und Methoden
    Unterstützte Beschäftigung wurde als Konzept der beruflichen Integration in den 90er Jahren aus den USA nach Europa importiert. Ziel ist die Schaffung von Wahlmöglichkeiten und Selbstbestimmung für alle Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Integration. Kernelemente sind die individuelle Zukunfts- und Berufsplanung, Job Coaching, die Vernetzung beteiligter Personen und Institutionen sowie bei Bedarf eine langfristige Unterstützung am Arbeitsplatz. 2009 wurde Unterstützte Beschäftigung als Maßnahme der beruflichen Rehabilitation eingeführt (§ 38a SGB IX). Im Workshop werden sowohl Grundlagen und Methoden des Konzeptes als auch der gesetzliche Hintergrund und die bisherigen Erfahrungen mit der Maßnahme vorgestellt. An konkreten Praxisbeispielen reflektieren und diskutieren die Teilnehmenden Umsetzungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit.
    Inhalte:
    • Entwicklungen des Konzeptes
    • Werte, Ziele und Prinzipien Unterstützter Beschäftigung
    • Darstellung gesetzlicher Grundlagen und Förderstrukturen
    • Bausteine und Methoden Unterstützter Beschäftigung
    • Vorstellung konkreter Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten

    Kirsten Hohn und Birgit Nickel (BAG UB)
     

  5. Nonverbale Kommunikation – (Betriebs-)kontakte konstruktiv gestalten durch differenzierte Wahrnehmung und bewussten Einsatz von Körpersprache
    „Wer nur einen Hammer zur Verfügung hat, wird die Welt stets als Nagel verstehen.“ - Konstruktive Kommunikation gelingt, wenn wir guten „Rapport“ (vertrauensvollen Umgang) herstellen können. Nonverbale Signale sind hier von größter Bedeutung. Zwei Schlüssel zur Steigerung konstruktiver Kommunikationsfähigkeit sind die Weiterentwicklung der (wertfreien) Wahrnehmung und der bewusste Einsatz von „Pacing“ und „Leading“ für einen vertrauensvollen Umgang mittels Körpersprache. Kurze Übungen, Reflexion, Inputs und Austausch beleuchten Aspekte der nonverbalen Kommunikation und können anregend wirken.
    Jürgen Länge (Trainer für konstruktive Kommunikation + professionelle Arbeitsplatzakquisition, 14 Jahre Berater im IFD)
     
  6. Nueva: Nutzerinnen und Nutzer evaluieren – Arbeitsplätze in der Qualitätssicherung
    Nueva evaluiert die Qualität von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung aus Nutzerperspektive. Das Besondere ist, dass alle Nueva-EvaluatorInnen selbst Lernschwierigkeiten (so genannte geistige Behinderung / Lernbehinderung) haben und zudem eine zweijährige Ausbildung absolviert haben. Als ausgebildete Fachkräfte arbeiten sie, sozialversicherungspflichtig angestellt, in inklusiven Teams. Die Erfahrungen von Behinderung ist eine Grundvoraussetzung und wesentliche Kompetenz, um als Evaluator/in arbeiten zu können. In diesem Workshop stellen wir Ihnen das Nueva-Evaluationsmodell und Erfahrungen aus der Nueva-Ausbildung in Berlin vor. Gemeinsam möchten wir mit Ihnen diskutieren und erarbeiten, welche Arbeits- bzw. Berufsfelder ent-/bestehen, wenn Behinderung und Vielfalt als Kompetenz begriffen werden und welche besonderen beruflichen Herausforderungen für Assistenznehmer/innen und Assistenzgeber/innen entstehen.
    Janna Harms, Paraskevas Evthimiou (NUEVA Ausbildungsprojekt - Lebenshilfe Bildung gGmbH Berlin)
     
  7. Der Mensch im Mittelpunkt – Persönliche Zukunftsplanung / uA
    Unsere Erfahrungen aus der Schweiz und in Deutschland zeigen, dass der ressourcenorientierende Ansatz der Persönlichen Zukunftsplanung immer mehr in der Arbeit vor Ort in Integrationsfachdiensten, Unterstützter Beschäftigung und Schulen eingesetzt wird. Deshalb wird es dieses Angebot an allen drei Tagen der Fachtagung geben. So können alle TeilnehmerInnen, die es wollen, die Chance wahrnehmen, Persönliche Zukunftsplanung kennenzulernen. Dieser Workshop ist sowohl für Fachkräfte aus der sozialen Arbeit als auch für unterstützte Arbeitnehmer/innen geplant. Persönliche Zukunftsplanung umfasst eine Reihe von Methoden, um mit einer Person über sich, die eigene Lebenssituation und die Zukunft nachzudenken. Es geht darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen Schritt für Schritt umzusetzen. Sie bietet sich besonders zur Planung von Veränderungen, z.B. im Übergang von der Schule in den Beruf oder bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz an. Persönliche Zukunftsplanung beruht auf einer wertschätzenden Grundhaltung. Die Person steht im Mittelpunkt. Ausgangspunkt sind die Stärken, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person. Im Sinne des Leitgedankens der Inklusion geht es im Kontext Persönlicher Zukunftsplanung immer auch um die Schaffung von Möglichkeiten zur Teilhabe im Gemeinwesen und um die Frage, welche Rolle(n) eine Person einnehmen möchte.
    Zeitstruktur und Inhalte der Workshops -
    Mittwoch: Intensiv-Workshop, Vermittlung der Inhalte, Methoden u. Ideen zur praktischen Umsetzung in der alltäglichen Praxis. Donnerstag / Freitag: Einsteiger-Workshop, Vermittlung der Inhalte u. einiger Methoden.
    Ulla Sievers (Spectrum Arbeit und Leben Lüneburg, Trainerin der Persönlichen Zukunftsplanung), Tobias Zahn (Dozent bei der agogis FBB in der Schweiz, Trainer der Persönlichen Zukunftsplanung)
     
  8. Mitmach-Workshop: Wir wollen doch nur spielen….
    Eine Gruppe Erwachsener steht im Kreis, singt und wackelt gleichzeitig mit verschiedenen Körperteilen. Sie finden das eher unpassend und denken das geht hier zu wie im Kindergarten? Oder gehören Sie zu denjenigen, die Spaß an solchen Aktionen haben und gerne in Zukunft ihre Projekttage oder Bildungsangebote mit Erwachsenen mit spielerischen Elementen (noch mehr) auflockern wollen? Dann ist das genau der richtige Workshop für Sie: Wir wenden uns an all jene, die den Nutzen von erlebnispädagogischen Spielen in der Arbeit mit Gruppen zu schätzen wissen und die gerne mit Humor und Bewegung arbeiten sowie Lust auf einen Erfahrungsgewinn und -austausch haben. Die Moderatorinnen bringen einen Koffer voll Kennenlern-, Kooperations-, Auflockerungsspielen mit. Außerdem Spiele zur Gruppendynamik, Kommunikation und vielem Mehr. Die Teilnehmer/innen sind aufgefordert, sich aktiv am Workshop zu beteiligen. Wer sich zu diesem Workshop anmeldet, muss als Eintrittskarte eine Spielanleitung mitbringen und darf seine Entertainer-Qualitäten direkt zum Einsatz bringen, in dem das Spiel mit den Anwesenden ausprobiert und hinterher besprochen wird.
    Hinweis: Teilnehmer/innen-Anzahl begrenzt auf höchstens 20 Personen!
    Katharina Idasiak und Nancy Schmidt (ACCESS-Integrationsbegleitung Erlangen-Nürnberg)

ca. 19.30 Uhr: Abendessen

 

„Qualität hat ihren Preis!“
- Personenzentrierung in Zeiten der Kosteneinsparung -
BAG UB Fachtagung 2012 im Seminaris Hotel Bad Honnef

Hauptkonferenz Donnerstag 22.11.2012

9.00 – 12.00 Uhr: Mitgliederversammlung der BAG UB

ab 12.00 Uhr: Mittagsimbiss

13.00 Uhr: Tagungseröffnung

Begrüßung zur Fachtagung der BAG UB 2012
Angelika Thielicke (1. Vorsitzende der BAG UB)

13.10 Uhr: Standortbestimmung

„Initiative Inklusion – Erste Erfahrungen und Ergebnisse“
Dr. Peter Mozet (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

13.50 Uhr: Fachvortrag

„Qualitätsstandards in der Rehabilitation – zehn Thesen zu einer zeitgemäßen Prüfkultur“
Dr. Stefan Ackermann (SocialCert GmbH München)

14.30 Uhr – 14.45 Uhr: Pause

14.45 Uhr: Offenes Forum - Diskussion

„Die Quadratur des Kreises – Wie passen Fachqualität, Vergaberecht, Personenzentrierung und Kosteneinsparung zusammen?“
Dr. Helga Seel (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation),
Dr. Peter Mozet (Bundesmi-nisterium für Arbeit und Soziales),
Dr. Stefan Ackermann (SocialCert GmbH München),
Dr. Christian Braun (Braun & Rieske Rechtsanwälte, Leipzig)
Moderation: Jörg Bungart (BAG UB)

15.45 Uhr – 16.30 Uhr: Pause

16.30 Uhr – 18.30 Uhr: Präsentation und Diskussion

  1. Workshop für unterstützte ArbeitnehmerInnen II / uA
    In diesem Workshop wird es auch dieses Jahr wieder ein inhaltliches Schwerpunktthema geben, aber auch die Möglichkeit, sich mit Unterstützung durch ModeratorInnen nach Bedarf und Interesse mit den Themen der Tagung zu beschäftigen. Zusätzliche Angebote sind ein zweitägiger Film- und ein zweitägiger Theaterworkshop. Im Filmworkshop soll mit den TeilnehmerInnen das Arbeitsfeld von JournalistInnen erkundet und dann eine Nachrichtensendung zur Tagung produziert werden. Der Theaterworkshop bietet die Chance, spielerisch neue (Traum-)Rollen auszuprobieren. Dabei wird ein Theaterstück gemeinsam erarbeitet, geprobt und am Freitag im Abschlussforum präsentiert. Auch die Ergebnisse der anderen Gruppen sollen hier eine Bühne bekommen. Wie immer sind Fachkräfte und UnterstützerInnen von Menschen mit Behinderung herzlich eingeladen.
    Doris Haake und Andrea Junginger (People First, Hamburg),
    Unterstützer/innen: Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB), Claus Sasse (BAG UB), Sabrina Friess, Robert Kruschel (Universität Halle-Wittenberg), Christoph Kaiser (Schauspieler u. Theaterpädagoge), Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen), Katharina Idasiak, Nancy Schmidt (ACCESS-Integrationsbegleitung)
     
  2. Peer Counseling – Menschen mit Behinderung beraten Menschen mit Behinderung
    Peer Counseling unterstützt behinderte Ratsuchende bei der Entwicklung von eigenen Problemlösungen und stärkt so ihr Selbstwertgefühl. In diesem Zusammenhang heißen Menschen „Peer", die zu ihrer Behinderung stehen und die somit bewusst auf eine gemeinsame Lebenserfahrung zurückgreifen können. Auch beim Weg ins Arbeitsleben kann das Peer Counseling eine wichtige Unterstützung für behinderte Menschen sein. In diesem Workshop können die Teilnehmenden die Methode und Arbeitsweise des Peer Counseling an Hand von Beispielen kennen lernen. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt wie z. B. im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung ein/e Peer Counselor/in eingesetzt werden kann.
    Barbara Vieweg (Peer Counselorin, Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter – bifos e.V.),
    Stefan Göthling (Peer Counselor, Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.)
     
  3. Persönliches Budget zur Teilhabe am Arbeitsleben – Möglichkeiten und Grenzen
    Vorgestellt werden die Rahmenbedingungen für eine Leistungsausführung im Rahmen eines trägerbezogenen oder trägerübergreifenden Persönliches Budgets. Im Vordergrund stehen dabei insbesondere die konkreten Einsatz- und Umsetzungsmöglichkeiten, speziell für Alternativen zu den etablierten Angeboten wie Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“, Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), betriebliche und außerbetriebliche Ausbildung. Außerdem soll auch auf grundsätzliche Problemstellungen bei der Umsetzung (z.B. Trägerzulassung, Sozialversicherung) eingegangen werden.
    Jens Hansen (Bundesagentur für Arbeit)
     
  4. IFD und die Kooperation mit Kammern und Arbeitgeberverbänden - „Bremer Vereinbarung für Ausbildung und Fachkräftesicherung 2011-2013“
    Im Rahmen der „Bremer Vereinbarung“ ist der Integrationsfachdienst (IFD) Bremen seit Sommer 2009 mit der Schaffung einer zentralen wirtschaftsnahen Anlaufstelle zur Beratung von Betrieben zur Beschäftigungsförderung von schwerbehinderten Menschen beauftragt. Diese ist räumlich in der Handwerkskammer angebunden, das Personal wird vom IFD gestellt. Das Beratungsangebot wird von der Handelskammer Bremen, der Handwerkskammer Bremen und den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e.V. unterstützt. Es wird aus Mitteln der Ausgleichsabgabe durch das Integrationsamt Bremen finanziert. In diesem Workshop berichten Praktiker über Erfahrungen, Hürden und Erfolge der Umsetzung.
    Gerd Finger,
    Karin Wiechard und
    Stefan Höppner (IFD Bremen)
     
  5. „ZERA“ - Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit. Ein Gruppentrainingsprogramm zur Unterstützung der beruflichen Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen
    Menschen mit psychischen Problemen haben oft große Schwierigkeiten, beruflich wieder Fuß zu fassen. Häufig ist das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten verloren gegangen, fehlende berufliche Erfahrungen schwächen das Selbstvertrauen, aber auch das Bewusstsein der eigenen Belastungsgrenze. Professionellen und Betroffenen fällt es oft schwer das richtige Maß an beruflicher Belastung zu finden, sowohl Über- wie auch Unterforderung zu vermeiden und sich realistische Ziele zu stecken. ZERA (Zusammenhang von Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit) ist in der Zwischenzeit ein Standardverfahren in der beruflichen Rehabilitation für psychisch kranke Menschen. ZERA ist ein Trainingskonzept mit sieben Unterprogrammen, das sehr differenziert und in kleinen Schritten die Teilnehmenden an ihre Fähigkeiten heranführt und bei der beruflichen Zielplanung unterstützt. Es umfasst 20 Sitzungen und nimmt etwa drei Monate in Anspruch. Der Aufbau entspricht dem Baukastenprinzip, ist also flexibel. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung haben gezeigt, dass durch das Programm bei den Teilnehmenden ein erheblicher Zuwachs des Wissens über die psychische Erkrankung und über Arbeits- und Unterstützungssysteme erreicht werden. Die Teilnehmer setzten sich realistischere Ziele und übernehmen mehr Verantwortung für ihre berufliche Zukunft. ZERA lässt sich gut mit den gängigen Hilfeplanungsinstrumenten kombinieren und sichert eine angemessene Beteiligung der Nutzer. Der Workshop gibt einen Überblick über das ZERA-Programm und die Einsatzmöglichkeiten und lässt Raum für Fragen und Diskussion. Die Workshopleiterin ist Autorin des Programms und hat jahrelange Erfahrung in der Umsetzung von ZERA.
    Dr. Irmgard Plößl (Werkstätten des Rudolf-Sophien-Stifts)
     
  6. Die Entwicklung passgenauer Arbeitsplätze im Betrieb – Erfahrungen und Beispiele
    Für Menschen mit Behinderungen, die ansonsten überwiegend in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten, müssen Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes oftmals an ihre individuellen Fähigkeiten angepasst werden, damit sie dort möglichst dauerhaft arbeiten können. Übliche Arbeitsplätze entstehen aus den Anforderungen eines Betriebes heraus, umfassen einen bestimmten Leistungs- und Stundenumfang und werden von einem/r dafür geeigneten Arbeitnehmer/in besetzt. Passgenaue Arbeitsplätze sind neue, meist zusätzlich eingerichtete Arbeitsplätze, die auch Teile eines üblichen Arbeitsplatzes umfassen können. Immer werden sie aber an den Fähigkeiten und Fertigkeiten des behinderten Menschen ausgerichtet, der dort arbeiten möchte. Die Leistungsanforderungen werden dem Leistungsvermögen des behinderten Menschen angepasst. Ausgangspunkt eines passgenauen Arbeitsplatzes ist der behinderte Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten und Neigungen, für den geeignete betrieblich notwendige Arbeiten gesucht und manchmal neu erfunden werden. Da dies in der betrieblichen Praxis nicht immer zu 100% gelingen kann, ist es ebenso wichtig auch nach Abschluss eines Arbeitsvertrages bestehende Qualifizierungsbedarfe zu erkennen und zu vereinbaren. Beispiele aus der betrieblichen Praxis werden vorgestellt und diskutiert.
    Andrea Kampf (Integrationsfachdienst, Soziales Förderwerk e.V., Geschäftsstelle Annaberg)
     
  7. „Man muss es einfach mal ausprobieren, denn alle Menschen sollen ja auch ihre Chance bekommen“
    Seit 2007 nimmt die Maximilian-Kolbe Schule in Lichtenfels (Bayern) am Projekt Übergang Förderschule Beruf teil. Das Projekt wird in Kooperation des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, im Rahmen des Bundesförderprogramms Job4000 durchgeführt. Schüler/innen der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung sollen die Chance erhalten, in den ersten Arbeitsmarkt einzumünden. Heftig diskutiert werden immer wieder die Kriterien für die Auswahl der Projektschüler/innen. Lehrer/innen und Integrationsfachdienst berichten über ihre gemeinsamen Erfahrungen in diesem Prozess. Der Stellenwert von klassischen, diagnostischen Methoden und die Bedeutung von Praktika werden anhand von erlebten Eingliederungsverläufen erläutert.
    Gisela Ruschig (Integrationsfachdienst Oberfranken), Arno Bauerschmidt und
    Elvira Schwegler (Maximilian-Kolbe Schule Lichtenfels)
     
  8. Berechnungsschema des Fachleistungsstundensatzes für Integrationsfachdienste am Beispiel Hessen
    Im Januar und Februar 2009 wurde durch eine vom Landeswohlfahrtsverband Hessen in Auftrag gegebene Untersuchung in Integrationsfachdiensten („Bemessung und Bewertung des Aufwandes der auftragsbezogenen Tätigkeiten in Integrationsfachdiensten“) Erkenntnisse zur Bemessung der Höhe der Fachleistungsstunde in Hessen gewonnen. Im Rahmen der Prüfung des Landesrechnungshofes Hessen im Jahr 2011/2012 wurde die Höhe der Fachleistungsstunde bemängelt und gefordert, diesen Satz zu verändern (abzusenken). Der Verwaltungsausschuss des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen hat mit Genehmigung des Hessischen Sozialministeriums (Aufsichtsbehörde) nunmehr die Höhe des Fachleistungsstundensatzes neu festgesetzt. Dabei wurden die Berechnungsgrundlagen der Ligaverbände als Grundlagen zur Ermittlung herangezogen. Ziel dieses Workshops ist es, die Grundlagen der Hessischen Berechnungssystematik zu erläutern, um auf der Grundlage dieser Ergebnisse Ansatzpunkte für Verhandlungen in anderen Bundesländern zu vermitteln.
    Brigitte Roth (Paritätischer Landesverband Hessen), Oliver Rodenhäuser (Paritätischer Landesverband Hessen, Vorstand BAG UB)
     
  9. Der Mensch im Mittelpunkt – Persönliche Zukunftsplanung / uA
    Unsere Erfahrungen aus der Schweiz und in Deutschland zeigen, dass der ressourcenorientierende Ansatz der Persönlichen Zukunftsplanung immer mehr in der Arbeit vor Ort in Integrationsfachdiensten, Unterstützter Beschäftigung und Schulen eingesetzt wird. Deshalb wird es dieses Angebot an allen drei Tagen der Fachtagung geben. So können alle TeilnehmerInnen, die es wollen, die Chance wahrnehmen, Persönliche Zukunftsplanung kennenzulernen. Dieser Workshop ist sowohl für Fachkräfte aus der sozialen Arbeit als auch für unterstützte Arbeitnehmer/innen geplant. Persönliche Zukunftsplanung umfasst eine Reihe von Methoden, um mit einer Person über sich, die eigene Lebenssituation und die Zukunft nachzudenken. Es geht darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen Schritt für Schritt umzusetzen. Sie bietet sich besonders zur Planung von Veränderungen, z.B. im Übergang von der Schule in den Beruf oder bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz an. Persönliche Zukunftsplanung beruht auf einer wertschätzenden Grundhaltung. Die Person steht im Mittelpunkt. Ausgangspunkt sind die Stärken, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person. Im Sinne des Leitgedankens der Inklusion geht es im Kontext Persönlicher Zukunftsplanung immer auch um die Schaffung von Möglichkeiten zur Teilhabe im Gemeinwesen und um die Frage, welche Rolle(n) eine Person einnehmen möchte.
    Zeitstruktur und Inhalte der Workshops
    Mittwoch: Intensiv-Workshop, Vermittlung der Inhalte, Methoden u. Ideen zur praktischen Umsetzung in der alltäglichen Praxis. Donnerstag / Freitag: Einsteiger-Workshop, Vermittlung der Inhalte u. einiger Methoden.
    Ulla Sievers (Spectrum Arbeit und Leben Lüneburg, Trainerin der Persönlichen Zukunftsplanung),
    Tobias Zahn (Dozent bei der agogis FBB in der Schweiz, Trainer der Persönlichen Zukunftsplanung)

ca. 19.30 Uhr: Abendessen

ca. 22.00 Uhr: „Unterhaltungsprogramm / Disco!“

 

Hauptkonferenz Freitag 23.11.2012

09.00 – 11.00 Uhr: Präsentation und Diskussion

  1. Workshop für unterstützte ArbeitnehmerInnen III / uA
    In diesem Workshop wird es auch dieses Jahr wieder ein inhaltliches Schwerpunktthema geben, aber auch die Möglichkeit, sich mit Unterstützung durch ModeratorInnen nach Bedarf und Interesse mit den Themen der Tagung zu beschäftigen. Zusätzliche Angebote sind ein zweitägiger Film- und ein zweitägiger Theaterworkshop. Im Filmworkshop soll mit den TeilnehmerInnen das Arbeitsfeld von JournalistInnen erkundet und dann eine Nachrichtensendung zur Tagung produziert werden. Der Theaterworkshop bietet die Chance, spielerisch neue (Traum-)Rollen auszuprobieren. Dabei wird ein Theaterstück gemeinsam erarbeitet, geprobt und am Freitag im Abschlussforum präsentiert. Auch die Ergebnisse der anderen Gruppen sollen hier eine Bühne bekommen. Wie immer sind Fachkräfte und UnterstützerInnen von Menschen mit Behinderung herzlich eingeladen.
    Doris Haake und Andrea Junginger (People First, Hamburg),
    Unterstützer/innen: Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB), Claus Sasse (BAG UB), Sabrina Friess, Robert Kruschel (Universität Halle-Wittenberg), Christoph Kaiser (Schauspieler u. Theaterpädagoge), Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen), Katharina Idasiak, Nancy Schmidt (ACCESS-Integrationsbegleitung))
     
  2. Berufliche Teilhabe nach Schädel-Hirn-Verletzungen: Arbeit im „neuen Leben“ – zwischen Wunsch und Wirklichkeit
    Eine erworbene Hirnschädigung trifft nicht nur den erkrankten oder unfallverletzten Menschen – auch Familie, das Umfeld, die Kollegen im Betrieb sind betroffen. In einem veränderten Leben müssen berufliche Optionen oft neu gedacht, Alternativen entwickelt und veränderte Leistungen anerkannt werden. Unterschiedliche Beteiligte mit ihren vielfältigen Zielen, Interessen, persönlichen Erwartungen und Handlungsmöglichkeiten müssen hier zusammenwirken, eine gemeinsame Richtung verfolgen, um gute Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Ein gezieltes Fallmanagement kann dabei sinnvoll unterstützen. Im Workshop sollen – unter Nutzung von (Best-)Practice Beispielen – Erfahrungen ausgetauscht, Chancen und Risiken im Kontext beruflicher Integration von Menschen mit einer Schädel-Hirn-Verletzung erörtert und daraus Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden.
    Annett Reimann und
    Hendrik Persson (InReha GmbH Hamburg)
     
  3. Initiative Inklusion – Die Umsetzung in Bayern
    Die bayerische Ausgestaltung der Bundesinitiative Inklusion trägt den Erfahrungen aus der Praxis für eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung der Anliegen Rechnung, in dem das Integrationsamt zusätzliche Leistungen zu den Handlungsfeldern aus dem Programm " Chancen schaffen " ausreichen kann. Die unterschiedlichen begleitenden Leistungen des Integrationsfachdienstes (IFD) in Bayern sind dabei ein wichtiger Faktor.
    Karin Wirsching (Zentrum Bayern Familie und Soziales),
    Kerstin Altenbeck (Leiter/in des Integrationsamtes Bayern)
     
  4. Übergang 500 plus – Förderung des Übergangs von Beschäftigten einer WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
    Im Rahmen der Inklusion ist es für den Landschaftsverband Rheinland (LVR) ein wichtiges Ziel, noch mehr Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Programm „Übergang 500 plus – mit dem LVR-Kombilohn“ (Laufzeit: 2011-2016) ergänzt und führt den mit verschiedenen anderen Instrumenten erprobten Weg fort. Zur Zielgruppe gehören Schülerabgängerinnen und Schulabgänger sowie WerkstattwechslerInnen aus dem Berufsbildungs- sowie dem Arbeitsbereich mit anerkannter Schwerbehinderung und anerkannter wesentlicher Behinderung. Der Landschaftsverband Rheinland bietet damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer WfbM mit dem Wunsch einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine gezielte Unterstützung bei der Integration in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis an. Nach den bisherigen Erfahrungen ist eine Kombination aus finanziellen Leistungen und fachdienstlicher Unterstützung in diesem Sinne zielführend. In diesem Workshop werden sowohl das Konzept anhand praktischer Beispiele als auch erste Zwischenergebnisse vorgestellt.
    Norbert Wosnitzka (Landschaftsverband Rheinland - Integrationsamt)
     
  5. Nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen – Die Sichtweise der Betriebe
    Die Sicherung von Arbeitsplätzen für Menschen mit einer Behinderung ist die traditionelle Aufgabe der IFD. Um dabei erfolgreich zu sein, ist es wichtig, die Bedarfe der Betriebe / Arbeitgeber / Vorgesetzten / KollegInnen zu kennen. Die langjährigen Erfahrungen der IFD in diesem Tätigkeitsfeld mit unterschiedlichen Arbeitgebern und betrieblichen Situationen werden zur Diskussion gestellt. Was sind auf Seiten des/der Arbeitnehmer/in und auf Seiten des Betriebes die zentralen Voraussetzungen, um nachhaltig Arbeitsplätze zu sichern? Im Workshop wird versucht diesen Bedarfen auf den Grund zu gehen. Die Sichtweise der Betriebe steht hierbei im Mittelpunkt.
    Tatjana Mundhenk und
    Anke Bajon (Integrationsfachdienst Köln),
    Martina Will (Integrationsfachdienst Mittelfranken, Nürnberg),
    N.N. (Betriebsvertreter/in)
     
  6. ‚support‘: Dienstleistungsnetzwerk für sächsische KMU – Unternehmenszentrierte Ansätze zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderungen
    Im Januar 2010 startete mit ‘support’ ein Projekt im Rahmen des Aufrufs zu einer Allianz zur Beschäftigungsförderung für Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen. In Beauftragung und finanziert durch den Kommunalen Sozialverband Sachsen – Integrationsamt – sollen durch ‘support’ gezielt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) rund um die Themen Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen unterstützt werden. Das Projekt basiert unter anderem auf Erfahrungen des Unternehmerverbandes Sachsen bei der erfolgreichen Durchführung von arbeitsmarktpolitischen Vorhaben der letzten Jahre. Es soll dazu beitragen, die Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, indem Unternehmen sensibilisiert und beraten werden und eine professionelle externe Dienstleistung alle Schritte in der Integrationsabfolge für das Unternehmen übernimmt. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Dienstleistungsnetzwerkes für sächsische KMU, das alle Leistungen rund um die Beschäftigung und Ausbildung schwerbehinderter, behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen aus einer Hand bietet. Das heißt: Der Unternehmer hat im Idealfall nur einen Ansprechpartner für alle damit verbundenen Belange. Damit werden zugleich Argumente aus der Unternehmerschaft aufgegriffen, die den Zuständigkeitsdschungel und teilweise hohen formalen und zeitlichen Aufwand für Unternehmen im Integrationsprozess beklagen. Stand und Perspektiven des Ansatzes werden vorgestellt und Probleme sowie Grenzen bei der Umsetzung diskutiert.
    Dr. Wolfgang Degner (Soziales Förderwerk e.V. Chemnitz)
     
  7. Wege in Ausbildung und Beruf - Ergebnisse und Ausblicke aus dem Projekt „Beruf inklusiv“
    Mit der UN-BRK sind Schulen verstärkt aufgefordert, junge Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern zu unterrichten. Steigende Zahlen integrativ unterrichteter Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen in Thüringen lassen in diesem Bereich Fortschritte erkennen. Damit steigt auch die Zahl derjenigen Jugendlichen, die eine Ausbildung auf dem inklusiven Weg absolvieren oder eine Arbeit außerhalb der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aufnehmen möchten. Diese positive Entwicklung stellt auch berufsbildende Schulen, ausbildende Unternehmen sowie alle weiteren Akteure am Übergang von Schule in Beruf vor neue Herausforderungen. Das Projekt BERUF inklusiv unterstützt junge Menschen mit Behinderungen sowie die Akteure dabei, den Übergang aus der Schule in die berufliche Bildung und damit in den Arbeitsmarkt zu erreichen bzw. zu gestalten. Zu den Aktivitäten des Projektes gehören die Durchführung einer qualitativen Bedarfsanalyse, die Sensibilisierung zu Themen der beruflichen Integration und Inklusion und die Vernetzung der Akteure im Handlungsfeld Übergang Schule – Beruf. Weiterhin werden Unternehmen modelhaft zu den Themen Ausbildung und Beschäftigung von Jugendlichen mit Behinderungen beraten. Ziel ist es, Wege zur beruflichen Integration von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen aufzuzeigen. Ergebnisse werden in den Ende 2012 erscheinenden Ratgeber zum Übergang von Schule in Beruf für Jugendliche, Eltern, Schulen sowie Unternehmen zusammengefasst. Im Workshop wollen wir die Erfahrungen und die Ergebnisse des Projektes vorstellen und über weitere Bedarfe sowie Unterstützungsmöglichkeiten für die Akteure am Übergang von Schule in Beruf diskutieren.
    Kathleen Müller und
    René Arnold (Projekt „Beruf inklusiv“, Institut f. Berufsbildung u. Sozialmanagement Erfurt)
     
  8. Der Mensch im Mittelpunkt – Persönliche Zukunftsplanung / uA
    Unsere Erfahrungen aus der Schweiz und in Deutschland zeigen, dass der ressourcenorientierende Ansatz der Persönlichen Zukunftsplanung immer mehr in der Arbeit vor Ort in Integrationsfachdiensten, Unterstützter Beschäftigung und Schulen eingesetzt wird. Deshalb wird es dieses Angebot an allen drei Tagen der Fachtagung geben. So können alle TeilnehmerInnen, die es wollen, die Chance wahrnehmen, Persönliche Zukunftsplanung kennenzulernen. Dieser Workshop ist sowohl für Fachkräfte aus der sozialen Arbeit als auch für unterstützte Arbeitnehmer/innen geplant. Persönliche Zukunftsplanung umfasst eine Reihe von Methoden, um mit einer Person über sich, die eigene Lebenssituation und die Zukunft nachzudenken. Es geht darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen Schritt für Schritt umzusetzen. Sie bietet sich besonders zur Planung von Veränderungen, z.B. im Übergang von der Schule in den Beruf oder bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz an. Persönliche Zukunftsplanung beruht auf einer wertschätzenden Grundhaltung. Die Person steht im Mittelpunkt. Ausgangspunkt sind die Stärken, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person. Im Sinne des Leitgedankens der Inklusion geht es im Kontext Persönlicher Zukunftsplanung immer auch um die Schaffung von Möglichkeiten zur Teilhabe im Gemeinwesen und um die Frage, welche Rolle(n) eine Person einnehmen möchte.
    Zeitstruktur und Inhalte der Workshops
    Mittwoch: Intensiv-Workshop, Vermittlung der Inhalte, Methoden u. Ideen zur praktischen Umsetzung in der alltäglichen Praxis. Donnerstag / Freitag: Einsteiger-Workshop, Vermittlung der Inhalte u. einiger Methoden.
    Ulla Sievers (Spectrum Arbeit und Leben Lüneburg, Trainerin der Persönlichen Zukunftsplanung),
    Tobias Zahn (Dozent bei der agogis FBB in der Schweiz, Trainer der Persönlichen Zukunftsplanung)
     
  9. Unterstützte Beschäftigung (UB) nach § 38a SGB IX – Aktuelle Ergebnisse aus dem Projekt „Fachkompetenz Unterstützte Beschäftigung“
    Das Projekt „Fachkompetenz in Unterstützter Beschäftigung“ startete im Januar 2011 und begleitet die Durchführung der Maßnahme UB bis Mitte 2014. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Im Internet werden im Fachinformationspool (FIP) eine Vielzahl von Informationen bereitgestellt (www.bar-frankfurt.de/fip.html): Fragen & Antworten, didaktisch-methodische Materialien und Umfrageergebnisse zur Umsetzung von UB. Daneben nimmt der Fachaustausch zwischen den Leistungserbringern und den Leistungsträgern einen wichtigen Stellenwert ein und die Anbieter werden bei der Öffentlichkeitsarbeit mit Betrieben unterstützt. Ein Film zum Job Coaching im Betrieb wurde erstellt. Im Projektbeirat werden Fragen und Problemfelder angesprochen und Lösungen entwickelt. Dies betrifft insbesondere die Schnittstelle innerbetriebliche Qualifizierung und Berufsbegleitung. Die bisherigen Ergebnisse, bewährte Praxis und noch offene Fragen werden präsentiert und zur Diskussion gestellt.
    Sascha Köhne (Bundesministerium für Arbeit und Soziales),
    Jens Hansen (Bundesagentur für Arbeit),
    Karl-Friedrich Ernst (Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen),
    Birgit Nickel und
    Jörg Bungart (BAG UB)

11.00 Uhr – 11.30 Uhr: Pause

11.30 Uhr – 12.00 Uhr: Abschlussforum

„Für eine Handvoll Euro!“
Eine Präsentation unterstützter Arbeitnehmer/innen
Moderation: Claus Sasse (BAG UB)

12.00 Uhr – 13.00 Uhr: Mittagsimbiss

13.00 Uhr: Ende der Fachtagung

 

„Qualität hat ihren Preis!“
- Personenzentrierung in Zeiten der Kosteneinsparung -
BAG UB Fachtagung 2012 im Seminaris Hotel Bad Honnef

4Download Programm mit Anmeldeformular

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