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-> --Fachtagung 2011 der BAG UB
in Suhl
„Vision und Wirklichkeit“
Zielsetzung und Standortbestimmung
im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention
BAG UB Fachtagung 2011 in
Suhl (Thüringen)
4Download Programm mit Anmeldeformular
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„Vision und Wirklichkeit“
Zielsetzung und Standortbestimmung
im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention
ZEIT: 23. – 25. November 2011
ORT: Hotel Ringberg in Suhl
4www.ringberghotel.de
Die Veranstaltung ist unterteilt in
Vorkonferenz (23.11.2011, ab 14.00 Uhr) und
Hauptkonferenz
(24. - 25.11.2011, ab 13.00 Uhr).
Am Vormittag des 24.11.2011 wird die Mitgliederversammlung der BAG
UB abgehalten. Im Juni 2011 wurde der Nationale Aktionsplan zur
Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) von der
Bundesregierung veröffentlicht. Dort heißt es: „Die UN-BRK konkretisiert
die universellen Menschenrechte für die speziellen Bedürfnisse und
Lebenslagen behinderter Menschen. Inklusion ist dabei die durchgängige
Haltung und das zentrale Handlungsprinzip. Damit wird das Prinzip der
Inklusion zur Leitlinie und zu einer klaren Orientierung für die
praktische Umsetzung der Konvention.“ Und: „Mit dem Nationalen
Aktionsplan stößt die Bundesregierung einen Prozess an, der in den
kommenden zehn Jahren nicht nur das Leben von Menschen mit Behinderungen
maßgeblich beeinflussen wird, sondern das aller Menschen in
Deutschland.“
Fast gleichzeitig kann ein Jubiläum gefeiert werden: 10 Jahre SGB
IX am 1. Juli 2011. Doch gibt es tatsächlich Grund zum Feiern und
wenn ja, über was genau? Sicher, vieles hat sich bewegt und (weiter)entwickelt
und einiges ist in (nationaler Aktions-) Planung. Besonders intensiv
wird in den letzten Jahren die Ausgestaltung eines inklusiven
Bildungssystems diskutiert und das Sondersystem in Frage gestellt. Doch
das Inklusionsprinzip geht über das In-Frage-Stellen, als eine wichtige
Voraussetzung für Entwicklung, hinaus und schaut auf die
Rahmenbedingungen des Regelsystems und deren Veränderungserfordernisse.
Hierbei ist es von Bedeutung auch über bereit zu stellende Ressourcen zu
reden und diese zu vereinbaren.
Auch das Sondersystem der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
war und ist in Veränderungsprozesse eingebunden und gestaltet
diese aktiv mit. Daher gelingt immer mehr Menschen mit Behinderung der
Übergang aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Auch hier bleibt
noch viel zu tun, aber es gibt schon heute eine Menge guter Beispiele.
Integrationsfachdienste (IFD), Arbeitsassistenz und Integrationsprojekte
wurden vor 10 Jahren im SGB IX verankert und haben sich bewährt.
„Unterstützte Beschäftigung“ kam Ende 2008 als bisher jüngste Maßnahme
hinzu. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) 2011
angestoßene und von den Bundesländern mitgetragene Projekt „Initiative
Inklusion“ will u.a. den Übergang Schule-Beruf durch ein „Berufliches
Orientierungsverfahren“ weiter fördern.
Also, viele neue und erweiterte Chancen zur Teilhabe am Arbeitsleben
für Menschen mit Behinderung. Dennoch, es gibt noch immer Hürden,
vor denen Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen ratlos stehen.
Hintergrund ist oftmals das gegliederte Rehabilitationssystem mit seinen
vielen zuständigen Leistungsträgern und den damit verbundenen
Schnittstellen (oder Hürden). Das SGB IX sollte dieses schon seit langem
erkannte Problem zumindest helfen zu beseitigen. So viel zur Vision, die
nach wie vor vom Prinzip Hoffnung getragen werden muss, denn in der
Wirklichkeit bestehen weiterhin diese Systembarrieren. Auch das SGB IX
konnte diese (bisher) nicht überwinden. Obwohl, prinzipiell offenbar
schon, wie vorbildliche Modelle zeigen, bei denen die
Entscheidungsträger an „einem Strang ziehen“.
Das heißt, alles nur eine Frage des „guten Willens“? Die zunehmende
Ausschreibung sozialer Dienstleistungen verschärft die gesetzlich
definierte Schnittstellenproblematik, wie das Beispiel IFD zeigt.
Das bewährte Angebot eines einheitlichen Ansprechpartners für
Vermittlung und Begleitung für Menschen mit besonderem
Unterstützungsbedarf ist gefährdet und befindet sich im Abbau. Dies
steht genau entgegen dem Willen des Gesetzgebers bei der Verankerung des
IFD vor über 10 Jahren. Der Wille allein genügt somit nicht, davor steht
die Einsicht, die Ziele des SGB IX und (neuerdings) der UN-BRK auch zur
Richtschnur des eigenen Handelns als Verantwortliche/r zu machen. Danach
steht das konsequente Handeln selbst. Auf dem Papier allein reicht
nicht.
Mut, Entschlossenheit und überzeugtes Handeln im Sinne des SGB
IX und der UN-BRK sind möglicherweise die wichtigsten Voraussetzungen
und Werte, um eine inklusive Gesellschaft nach und nach zu gestalten.
Dies erfordert auch den mutigen Blick auf (noch) bestehende Lücken und
Hürden im System sowie den offenen Dialog darüber. Diese Eigenschaften
sollen leitend sein für die gesamte Tagung mit einem breiten Angebot
an guten und erfolgreichen Beispielen aus Schule,
Qualifizierung/Ausbildung und Beruf.
Wir wünschen Ihnen angenehme Begegnungen, neue Ideen und
viel Spaß!
Team und Vorstand der BAG UB
„Vision und Wirklichkeit“
Zielsetzung und Standortbestimmung
im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention
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Suhl (Thüringen)
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Vorkonferenz Mittwoch
23.11.2011
Ab 12.30 Uhr: Mittagsimbiss 14.00 Uhr – 18.30 Uhr: Methodische Workshops mit Pause
- Workshop für unterstützte ArbeitnehmerInnen I
Unterstützt durch ModeratorInnen setzen sich die Teilnehmenden
eigene Schwerpunkte wie z.B. „Wer bin ich und wie wirke ich auf
andere?“ – Ein Workshop zu den Themen Selbstbild, Selbst- und
Fremdwahrnehmung. Daneben sollen kurze Werbefilme zum Thema
„Inklusion - Nichts ist unmöglich!“ an allen drei Fachtagen gedreht
werden: Seit 2 Jahren gilt in Deutschland der Vertrag über die
Rechte von Menschen mit Behinderung. In dem Vertrag wird viel von
Inklusion gesprochen. Das bedeutet: Alles soll so verändert werden,
dass niemand ausgeschlossen wird. Das geht nur, wenn möglichst viele
Menschen bei den Veränderungen mitmachen wollen. Wie können wir
Menschen dafür gewinnen? Zum Beispiel mit guter Werbung. Wir wollen
in diesem Workshop kurze Werbefilme für Inklusion drehen. Damit
wollen wir andere Menschen begeistern: Für eine Welt, in der niemand
ausgeschlossen ist. Weiterhin stehen die übrigen Themen auf der
Tagung im Mittelpunkt, je nach Bedarf und Wunsch. Fachkräfte und
Unterstützer/innen von Menschen mit Behinderung sind herzlich
eingeladen!
Doris Haake u. Hans-Jürgen Behrens (People First, Hamburg),
Unterstützer/innen: Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB),
Claus Sasse (BAG UB),
Sabrina Friess, Robert Kruschel (Universität Halle-Wittenberg),
Kristin Grosskopf, Katharina Eckert u. Thomas Dirr (ACCESS-Integrationsbegleitung)
- Inklusive Bildung und Sozialraumorientierung gestalten
Ein verbessertes Angebot für Schülerinnen und Schüler mit
besonderem Förderbedarf bei dem Übergang von Mit Artikel 24 der
UN-Behindertenrechtskonvention ist eine grundlegende
Wertentscheidung zugunsten inklusiver Bildung gefallen, der sich die
Bundesrepublik mit der Ratifizierung angeschlossen hat. Was ist
erforderlich, um diese Entscheidung umzusetzen? Wie ist der Prozess
seit der Ratifizierung verlaufen? Was erwarten Eltern, die ihr Kind
einschulen wollen? Wie können Schnittstellen, zum Beispiel im
Übergang Schule – Beruf, konventionskonform gestaltet werden?
Bei der Umsetzung inklusiver Bildung kommt dem Konzept der
Sozialraumorientierung große Bedeutung zu. Bedeutsam ist in diesem
Kontext der konsequente Bezug auf die Interessen und den Willen der
Menschen. Sozialraumorientierte Arbeit ist somit auch ein "
personenbezogenes" Konzept. Lebensräume sind damit Bildungsorte.
Bildung fördert Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche
Teilhabe. Es wird aufgezeigt auf, welche Auswirkungen Realisierungen
von Sozialraumorientierung für Arbeitsplätze von behinderten
Menschen haben. Es wird deutlich, welche Veränderungen in der Praxis
durch die inklusive Bildung und die Sozialraumorientierung
entstehen.
Sibylle Hausmanns (Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Gemeinsam leben
- gemeinsam lernen e.V.),
Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen)
- Visualisierung in der Integrationsarbeit - „Mit Herzblut bei
der Sache sein, den Knoten (im Kopf) lösen, mit jemandem in den Ring
steigen …“ - ein Bild sagt mehr als viele Worte
Als Integrationsfachkräfte haben wir die Aufgabe, komplexe
Sachverhalte in Betriebskontexten schnell zu erfassen und auf den
Punkt zu bringen. Bildliche Darstellungen verleihen Gedanken und
Vorstellungen eine anschauliche Form und machen die Zusammenhänge
für alle Beteiligten überschaubar. Man muss keine große
künstlerische Begabung haben, um Gehörtes in schlagkräftige und
klärende Bilder zu übersetzen. Dieser praxisorientierte Workshop
vermittelt ein solides Handwerkszeug für den Umgang mit
Moderationsmaterial hinsichtlich der Lesbarkeit und Praktikabilität.
Anhand umfangreicher Übungen wird ein individueller
Visualisierungsstil erarbeitet, der es ermöglicht, strukturelle wie
emotionale Inhalte auf der Grundlage der eigenen beruflichen
Identität und Persönlichkeit verständlich abzubilden.
Johanna Wiersch (Diplompsychologin mit Ausbildung zum systemischen
Coach, Integrationsfachdienst Köln)
- „Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft“ (Salvator
Dahlí) – über die Kraft der persönlichen Zukunftsplanung
Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an allen
gesellschaftlichen Aktivitäten ist ein Grundprinzip der
UN-Konvention. Um diese zu forcieren, sind wir gefordert neue
Konzepte und Methoden zu entwickeln. Die berufliche Teilhabe ist mit
Arbeit (statt Beschäftigung) – mit Lohn (statt Taschengeld)
verknüpft. Wie kann es gelingen, für Menschen mit schweren
Behinderungen, tariflich entlohnte Arbeitsverhältnisse zu schaffen?
In Vorarlberg baut die berufliche Integration von Menschen mit
Behinderungen auf der Persönlichen Zukunftsplanung und den
Unterstützungskreisen auf. Der Unterstützungskreis ist eine Methode,
die Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen und eine vielfältige
Beteiligung zu erlangen. Im Workshop werden wir die (philosophischen)Wurzeln,
das Menschenbild und die Bausteine beleuchten, Konsequenzen für die
Alltagarbeit ableiten und Beispiele erläutern.
Mag. Elisabeth Tschann (Institut für Sozialdienste, IfS-Assistenz,
Röthis, Österreich)
- JobBudget – Von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt –
über das Persönliche Budget oder eine Kooperationsvereinbarung
JobBudget ist ein bundesweites Modellprojekt zur Unterstützung
von WfbM-Beschäftigten, die auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
wechseln wollen. Das Projekt wird von 2008 – 2011 in der
Zusammenarbeit von Projekten, die die Begleitung von
WfbM-Beschäftigten im Übergang an 5 Standorten umsetzen, erfahrenen
Anbietern in diesem Bereich (Hamburger Arbeitsassistenz und ACCESS
Erlangen) sowie der BAG UB und der Interessenvertretung
Selbstbestimmt Leben (ISL) umgesetzt. Im Projekt JobBudget wird an
verschiedenen Standorten auch der Einsatz des Persönlichen Budgets
für die Übergangsleistung erprobt.
Kurz vor Ende des Projektes stellen wir praktische Erfahrungen in
der Unterstützung von WfbM-Beschäftigten beim Wechsel auf den
allgemeinen Arbeitsmarkt vor. Ausgehend von den individuellen
Bedarfen von Werkstattbeschäftigten und den Erfahrungen von
Leistungsanbietern wurden von den Projektpartnern die Leistungen in
einzelnen Modulen beschrieben, die für eine erfolgreiche Begleitung
durch Fachdienste, WfbM oder andere Anbieter erbracht werden. Der
Zeitaufwand für die einzelnen Leistungen wurde von den
ProjektmitarbeiterInnen dokumentiert, um eine Grundlage für die
Preisfindung zu erhalten. Im Workshop werden die Ergebnisse dieses
Prozesses und einzelne Beispiele von Werkstattbeschäftigten
vorgestellt, die sich auf den Übergangsprozess eingelassen haben. Es
wird der Blick darauf geworfen, unter welchen Bedingungen und auf
welchen Wegen die TeilnehmerInnen des Projektes einen Arbeitsplatz
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erlangt oder aber sich entschieden
haben, in der WfbM zu bleiben oder auf einen Außenarbeitsplatz zu
wechseln. Die Inhalte der Leistungsmodule und die noch offenen
Fragen zur Verpreislichung und zur Nutzung des Persönlichen Budgets
für den Übergang WfbM – allgemeiner Arbeitsmarkt werden im Workshop
vorgestellt und diskutiert.
Achim Ciolek (Hamburger Arbeitsassistenz),
Kirsten Hohn (BAG UB),
Andrea Seeger (ACCESS Integrationsbegleitung)
- Berufliche Teilhabe sichern – Regionale Netzwerkarbeit für
Menschen mit psychischen Erkrankungen
Berufstrainingszentren bereiten Menschen nach psychischen
Erkrankungen auf ihren beruflichen Wiedereinstieg vor. Im Alleingang
ist diese Aufgabe schwer zu bewältigen, daher ist zur Sicherung der
beruflichen Teilhabe die Zusammenarbeit verschiedener interner und
externer Kooperationspartner nötig. Der Austausch mit Kostenträgern,
Ärzten, Therapeuten, Kliniken, Werkstätten, Integrationsfachdiensten
etc. ist fester Bestandteil der Arbeit in der beruflichen
Rehabilitation. Ziel des Workshops ist es, nach einer kurzen
Vorstellung der Kooperationspartner, sich in Kleingruppen über den
Nutzen aber auch die Schwierigkeiten der Netzwerkarbeit
auszutauschen und gemeinsam Ideen und Verbesserungen zu erarbeiten,
um den beruflichen Rehabilitationsprozess zu optimieren.
Katja Varelmann u. Ilonca Peti-Bachmann (BerufsTrainingsZentrum
Duisburg)
- ACHTUNG: Workshop NUR für MITGLIEDER der BAG UB:
Standortbestimmung und Zukunft der Integrationsfachdienste –
Fachaustausch zwischen den Ländern
Angesichts von Ausschreibungen, veränderter
Strukturverantwortung der Integrationsämter, geplanter Maßnahmen wie
das „Berufliche Orientierungsverfahren“ oder der zukünftig stärker
im Fokus stehende Übergang WfbM-allgemeiner Arbeitsmarkt, wollen wir
die diesbezügliche zukünftige Rolle und Aufgabe des IFD diskutieren.
Parallel zu dieser Tagung findet die Arbeits- und
Sozialministerkonferenz statt, auf der u.a. die oben genannten
Aspekte von Bedeutung sind. Daher haben wir einige
Ländervertretungen eingeladen, um am Fachaustausch hier
teilzunehmen.
Andreas Backhaus (IFD in Nürnberg, BAG UB),
Angela Ulrich (IFD in Lübeck, BAG UB),
Hanspeter Heinrichs (IFD in Köln, BAG UB),
Jörg Bungart (BAG UB)
ca. 19.30 Uhr: Abendessen
„Vision und Wirklichkeit“
Zielsetzung und Standortbestimmung
im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention
BAG UB Fachtagung 2011 in
Suhl (Thüringen)
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Hauptkonferenz Donnerstag 24.11.2011
9.00 – 12.00 Uhr: Mitgliederversammlung der BAG UB ab 12.00 Uhr: Mittagsimbiss
13.00 Uhr: Tagungseröffnung
Begrüßung zur Fachtagung der BAG UB 2011
Angelika Thielicke (1. Vorsitzende der BAG UB)
13.10 Uhr: Standortbestimmung
„Der Nationale Aktionsplan und die Förderung eines inklusiven
Arbeitsmarktes“
Richard Fischels (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
13.40 Uhr: Fachvortrag
„Rechtliche Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Art. 27 der UN
Behindertenrechtskonvention“
Dr. Harry Fuchs (freiberuflicher Sozialrechtsexperte,
Politikberater, Lehrbeauftragter Hochschule München)
14.25 Uhr: Offenes Forum
„Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Umsetzung“
Nach Standortbestimmung und Fachvortrag sollen deren Inhalte
diskutiert sowie zukünftige Erfordernisse fest gehalten werden.
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist, Hamburg
15.00 Uhr – 15.15 Uhr: Pause
15.15 Uhr: Impulsbeitrag
„Unterstützte Beschäftigung – Konzept und Maßnahme“
Jörg Bungart (BAG UB)
15.15 Uhr: Betriebsforum
„Arbeitgeber und Arbeitnehmer berichten aus der betrieblichen
Praxis“
Zwei Betriebe und zwei Mitarbeiter / Qualifizierende, die die
Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ nutz(t)en, stellen ihre
Erfahrungen vor und zur Diskussion.
- CAP PARTS AG, Scheibenberg: Tina Schwerdtner / Leiterin Personal +
Reporting, Florian Schäfer / UB-Teilnehmer
- D.i.e. Druck Art GmbH, Nürnberg: Roland Scherber /
Geschäftsführer, Udo Gottal / Mitarbeiter u. ehemals UB-Teilnehmer
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist, Hamburg
16.30 Uhr – 17.00 Uhr: Pause 17.00 Uhr – 18.30 Uhr: Präsentation und Diskussion
- Workshop für unterstützte ArbeitnehmerInnen II
Unterstützt durch ModeratorInnen setzen sich die
Teilnehmenden eigene Schwerpunkte wie z.B. „Wer bin ich und wie
wirke ich auf andere?“ – Ein Workshop zu den Themen Selbstbild,
Selbst- und Fremdwahrnehmung. Daneben sollen kurze Werbefilme
zum Thema „Inklusion - Nichts ist unmöglich!“ an allen drei
Fachtagen gedreht werden: Seit 2 Jahren gilt in Deutschland der
Vertrag über die Rechte von Menschen mit Behinderung. In dem
Vertrag wird viel von Inklusion gesprochen. Das bedeutet: Alles
soll so verändert werden, dass niemand ausgeschlossen wird. Das
geht nur, wenn möglichst viele Menschen bei den Veränderungen
mitmachen wollen. Wie können wir Menschen dafür gewinnen? Zum
Beispiel mit guter Werbung. Wir wollen in diesem Workshop kurze
Werbefilme für Inklusion drehen. Damit wollen wir andere
Menschen begeistern: Für eine Welt, in der niemand
ausgeschlossen ist. Weiterhin stehen die übrigen Themen auf der
Tagung im Mittelpunkt, je nach Bedarf und Wunsch. Fachkräfte und
Unterstützer/innen von Menschen mit Behinderung sind herzlich
eingeladen!
Doris Haake u. Hans-Jürgen Behrens (People First, Hamburg),
Unterstützer/innen: Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB),
Claus Sasse (BAG UB),
Sabrina Friess, Robert Kruschel (Universität Halle-Wittenberg),
Kristin Grosskopf, Katharina Eckert u. Thomas Dirr (ACCESS-Integrationsbegleitung)
- Wiedereingliederung von Menschen mit erworbenen
Hirnschädigungen – Chancen und Grenzen
Bei der Wiedereingliederung von Menschen mit erworbenen
Hirnschädigungen sind oftmals besondere Aspekte wichtig. Anhand
des TagesTrainingsZentrums (TTZ) in Oschatz und des
individuellen Rehamanagements der FAW gGmbH werden die
Erfahrungen dargestellt und diskutiert.
Im TTZ werden seit 2008 Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen
ganz individuell auf ihrem Weg der sozialen und beruflichen
Wiedereingliederung ganztägig begleitet, wofür bei Bedarf eine
Wohnunterbringung zur Verfügung steht. Die Integration selbst
findet in Wohnortnähe der betroffenen Menschen statt.
Der Workshop dient dem fachlichen und persönlichen Austausch und
soll zur Diskussion über Möglichkeiten der sozialen und
beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit erworbenen
Hirnschädigungen anregen.
Steffi Flux ( Leiterin des TagesTrainingsZentrums Oschatz der
FAW gGmbH),
Björn Hagen (Fachbereich Rehabilitation der FAW gGmbH)
- Inklusion durch Arbeit (IdA): Ein neues Modell im
Übergang Schule – Beruf
Die Idee des Projektes IdA ist es, einerseits die
Berufsfindung von Schüler/innen von Förderschulen so zu stärken,
dass ihnen die Wahlmöglichkeiten wie z.B. zum ersten
Arbeitsmarkt offen stehen. Andererseits wird ein regionales
Netzwerk von Förderschulen aufgebaut; Inhalte sind Austausch,
Wissenstransfer und Qualifizierung z.B. im Rahmen einer
sechsmonatigen Weiterbildung. Ziel ist es, die Schulen in ihrer
Entwicklung so zu befähigen, dass sie selber den Übergang im
Sinne der Förderschüler/innen gut gestalten können. Wir arbeiten
mit zwei sehr erfahrenen Pilotschulen und acht Transferschulen
über einen Zeitraum von zwei Jahren. Finanziert ist das Projekt
durch zwei Stiftungen.
Neben der Vorstellung des Projektes ist die zentrale Frage des
Workshops: „Wie kann das Thema Übergang-Schule-Beruf so in die
Schule integriert werden, dass für die SchülerInnen ein
individueller beruflicher Werdegang möglich wird?“
Marie-Luise Köhler und Anika Naß (spectrum arbeit, Lüneburg)
- Das „Budget für Arbeit“ - mehr Möglichkeiten auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt für Beschäftigte der Werkstatt für
behinderte Menschen in Niedersachsen
Seit dem 01.01.2008 haben Menschen mit Behinderungen aus den
Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in Niedersachsen
einen Rechtsanspruch, Rehabilitationsleistungen in Form des
persönlichen Budgets für Arbeit ausgezahlt zu bekommen. In
diesem Workshop wird über die bisherigen Erfahrungen mit dem
Budget berichtet. Die Inanspruchnahme des „Budgets für Arbeit“
wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der WfbM in Vechta und
dem Büro des Landesbeauftragen für Menschen mit Behinderungen,
in den letzten zwei Jahren kritisch begleitet und beobachtet.
Die Ergebnisse und Empfehlungen werden anhand praktischer
Beispiele vorgestellt.
Volkhard Scharrelmann (Fachkraft für berufliche Integration im
Andreaswerk, Vechta)
- Projekt RouterP – inklusive Beschäftigung für Menschen
mit psychischer Beeinträchtigung
Das Projekt "RouterP" öffnet das bestehende Angebot der
Füngeling Router gem. GmbH Köln für den Personenkreis der
Menschen mit psychischen Behinderungen. Die GmbH bietet den
MitarbeiterInnen mit Behinderung verschiedene Module der
Beschäftigung an. Diese Module bieten Beschäftigung je nach
Leistungsvermögen im Übergangsfeld Werkstatt - allgemeiner
Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung findet ausschließlich auf
Einzel-Arbeitsplätzen in normalen Unternehmen statt. Die GmbH
leistet für Mitarbeiter und Unternehmen die erforderliche
Unterstützung am Arbeitsplatz und „darum herum“. Diese Assistenz
leisten Arbeitstrainer, die ihre individuell auf die Mitarbeiter
und den Arbeitsplatz ausrichten. Seit 7 Jahren werden von der
gem. GmbH junge Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung
beschäftigt. Mit Hilfe der Aktion Mensch kann nun auch der
Personenkreis der Menschen mit psychischen Behinderungen
einbezogen werden. Dies geschieht bundesweit erstmals in dieser
Form. Hierfür müssen entsprechende Fachkräfte gewonnen und deren
Assistenz-Tätigkeit gemeinsam mit den behinderten Mitarbeitern
und den Unternehmen entwickelt werden. Ziel ist innerhalb von 5
Jahren die reguläre Beschäftigung von etwa 30 Menschen
aufzubauen.
Im Laufe des ersten Projektjahres (ab 1.2.2010) sind 4 Personen
in die Unterstütze Beschäftigung UB einbezogen worden. Für 5
wurde eine individuelle betriebliche Einstiegsqualifizierung
vereinbart. Weitere 5 Beschäftigungsverhältnisse wurden im
Rahmen der integrativen Arbeitnehmerüberlassung bei
verschiedenen Partnerunternehmen eingerichtet.
Manfred Becker (Füngeling Router gem. GmbH Köln)
- "Experten zu Mentoren - Wissen weitergeben - gemeinsam
wachsen" – Ein Projekt im Sinn von Empowerment von unterstützten
Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen der Hamburger
Arbeitsassistenz
Seit Herbst 2009 trifft sich eine Gruppe von (ehemals)
unterstützten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen regelmäßig.
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit gewähren sie als Experten für
den eigenen beruflichen Weg jungen Schulabgängern, Praktikanten
in der beruflichen Qualifizierung und Fachkräften in Gesprächen
einen Einblick in ihren beruflichen Werdegang. Am Arbeitsplatz
zeigen sie ihnen die Tätigkeiten in ihren Aufgabenbereichen. So
erhalten die Gesprächspartner einen Einblick in mögliche
Arbeitsfelder aus Sicht der unterstützten Arbeitnehmer. In der
Gruppe erarbeiten und vertiefen sie gemeinsam ihre Kenntnisse zu
Fragen der Präsentation und Gesprächsführung und gehen in den
Erfahrungsaustausch über den Arbeitsalltag und die
Expertengespräche.
In diesem Workshop stellen sie mit einer Arbeitsassistentin ihre
persönlichen und beruflichen Erfahrungen unter den Aspekt
Selbständig sein und unabhängig werden mit Assistenz für die
Bereiche Freizeit, Arbeit und Experte sein vor.
Eveline Herman (Job Coach),
N.N. (unterstützte Arbeitnehmer/innen), Hamburger
Arbeitsassistenz
- Berufsausbildung auf dem Weg zur Inklusion: Mit
Ausbildungsbausteinen individuelle Lernwege schaffen und neue
Ausbildungsbetriebe gewinnen - das Projekt TrialNet
In den letzten Jahren sind die Chancen für Jugendliche mit
Behinderung auf einen regulären betrieblichen Ausbildungsplatz
geringer geworden. Ob sinkende Schülerzahlen und der bisher eher
punktuelle Fachkräftemangel auch für Jugendliche mit Behinderung
deutlich bessere Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt eröffnen
werden, bleibt abzuwarten. Um dem Ziel eines inklusiven
Bildungssystems näher zu kommen, sind in jedem Fall
Verbesserungen an der ersten Schwelle und bei der Ausbildung
selbst nötig. Vor allem die Wirtschaftsnähe der Ausbildung
spielt eine große Rolle beim Übergang von Ausbildung in
Beschäftigung.
Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte
Projekt TrialNet stellt sich dieser Problematik und versucht,
durch verschiedene Konzepte (Ausbildungsbausteine, Kooperation
von Bildungsträgern mit Berufsbildungswerken, Kooperation mit
Betrieben) die meist außerbetriebliche Ausbildung von
Jugendlichen mit Behinderung betriebsnäher und flexibler zu
gestalten.
Gegenstand der Präsentation ist das Projekt TrialNet vor dem
Hintergrund der Lage von Jugendlichen mit Behinderung auf dem
Ausbildungsmarkt. Diskutiert werden sollen die Potenziale von
modularen Ansätzen für die Qualifizierung von Menschen mit
Behinderung und die Erfahrungen mit betriebsnaher Ausbildung.
Dr. Lutz Galiläer (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung
gemeinnützige GmbH, Nürnberg)
- Rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen
in der beruflichen Bildung behinderter Menschen am Beispiel des
Modellprojekts „FachpraktikerIn in sozialen Einrichtungen“
Der Workshop besteht aus zwei thematisch verbundenen
Beiträgen: Im ersten skizziert Kirsten Vollmer die rechtlichen
Rahmenbedingungen beruflicher Bildung behinderter Menschen in
Deutschland. Sie beleuchtet dabei insbesondere die duale
Ausbildung mit ihrem gesetzlichen Dreiklang aus Ausbildung in
„regulären“ anerkannten Ausbildungsberufen, Nachteilsausgleich
und dem Instrument Ausbildungsregelungen. Daran schließt sie
eine Darstellung aktueller Entwicklungen im Bereich bundesweiter
Orientierungsmarken für Ausbildungsregelungen der zuständigen
Stellen (in der Regel Kammern). Im zweiten Teil stellt Herr
Hass-Tjaden die theoriereduzierte Ausbildung zum Fachpraktiker
in sozialen Einrichtungen, vom Projekt zur Regelausbildung, vor.
Im Anschluss an die beiden Beiträge können Fragen und
Anmerkungen diskutiert werden.
Kirsten Vollmer (Bundesinstitut für Berufsbildung),
Jörg Hass-Tjaden (Gesellschaft zur Förderung nachhaltiger
Lebensqualität e.V.)
- Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) - Einführung
und Umsetzung im Betrieb
Der Workshop gibt anhand von Fallbeispielen Antworten auf
die Fragen:
• Wie werden die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und ein
vertrauensvolles BEM gestaltet?
• Wie wird das Spektrum der Maßnahmen für die Betroffenen - auch
bei psychischen Beeinträchtigungen - einbezogen?
• Was sind Eckpunkte des BEM´s in mittelständischen und großen
Betrieben?
• Wie sollte die Kooperation mit externen Partnern wie zum
Beispiel IFD erfolgen?
• Was sind Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung?
Friedmut Dreher (Integrationsfachdienst Mitte Berufsbegleitung),
Wolfgang Jungen-Kalisch (tbs berlin GmbH)
ca. 19.30 Uhr: Abendessen ca. 22.00 Uhr: „Unterhaltungsprogramm / Disco!“
„Vision und Wirklichkeit“
Zielsetzung und Standortbestimmung
im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention
BAG UB Fachtagung 2011 in
Suhl (Thüringen)
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Hauptkonferenz
Freitag 25.11.2011
09.00 – 10.30 Uhr: Präsentation und
Diskussion
- Workshop für unterstützte ArbeitnehmerInnen III
Unterstützt durch ModeratorInnen setzen sich die
Teilnehmenden eigene Schwerpunkte wie z.B. „Wer bin ich und wie
wirke ich auf andere?“ – Ein Workshop zu den Themen Selbstbild,
Selbst- und Fremdwahrnehmung. Daneben sollen kurze Werbefilme
zum Thema „Inklusion - Nichts ist unmöglich!“ an allen drei
Fachtagen gedreht werden: Seit 2 Jahren gilt in Deutschland der
Vertrag über die Rechte von Menschen mit Behinderung. In dem
Vertrag wird viel von Inklusion gesprochen. Das bedeutet: Alles
soll so verändert werden, dass niemand ausgeschlossen wird. Das
geht nur, wenn möglichst viele Menschen bei den Veränderungen
mitmachen wollen. Wie können wir Menschen dafür gewinnen? Zum
Beispiel mit guter Werbung. Wir wollen in diesem Workshop kurze
Werbefilme für Inklusion drehen. Damit wollen wir andere
Menschen begeistern: Für eine Welt, in der niemand
ausgeschlossen ist. Weiterhin stehen die übrigen Themen auf der
Tagung im Mittelpunkt, je nach Bedarf und Wunsch. Fachkräfte und
Unterstützer/innen von Menschen mit Behinderung sind herzlich
eingeladen!
Doris Haake u. Hans-Jürgen Behrens (People First, Hamburg),
Unterstützer/innen: Angelika Thielicke (spectrum e.V./ BAG UB),
Claus Sasse (BAG UB),
Sabrina Friess, Robert Kruschel (Universität Halle-Wittenberg),
Kristin Grosskopf, Katharina Eckert u. Thomas Dirr (ACCESS-Integrationsbegleitung)
- Personenzentriertes Handeln für die Praxis in IFDs, UBs,
Schulen etc. - Erfolgreiche individuelle Unterstützung und
Begleitung von Menschen mit Assistenzbedarf
Mit Hilfe der Methoden des personenzentrierten Handelns
werden Wege aufgezeigt, wie Menschen mit Behinderungen so
unterstützt werden können, dass die Unterstützung genau passt
und langfristig erfolgreich ist. Das Personenzentrierte Denken
erfordert dabei einen individuellen und wertschätzenden Blick
auf den Mensch mit seiner Behinderung in seiner Situation. Was
ist der Person und seinem Umfeld wichtig, was wird an der Person
geschätzt, wie kann die Person gut unterstützt werden und was
braucht sie um gesund zu sein und sich sicher zu fühlen. Es
werden viele praktische Methoden und Ideen für die Praxis
kennengelernt und ausprobiert.
Ulla Sievers (Integrationsfachdienst Lüneburg)
- Landwirtschaft für Menschen mit und ohne Behinderung –
Arbeitsplatzqualifizierung als Antwort auf das Recht auf
Ausbildung?
Erfahrungen aus einem Modellprojekt
Kühe und Schweine versorgen, Pflanzkulturen pflegen und
Nahrungsmittel produzieren: Die Arbeit in der Landwirtschaft ist
für viele Menschen mit oder ohne Behinderung motivierend,
sinnstiftend und bietet die Gelegenheit, die eigene Tätigkeit
als nutzbringend zu erleben.
Das Netzwerk „alma - arbeitsfeld landwirtschaft mit allen“ will
Menschen mit Behinderung die Chance geben, an speziell auf sie
zugeschnittenen Arbeitsplätzen im Stall, auf dem Acker oder etwa
in der Bäckerei mit anzupacken. Zugleich ermutigen wir Landwirte
und Gärtner, mit Menschen mit Behinderung zusammenzuarbeiten -
als Erfolgsmodell für beide Seiten. Konzeption, Arbeitsweise,
Erfahrungen sowie das Ziel einer bundesweit anerkannten
Arbeitsplatzqualifizierung werden vorgestellt.
Rebecca Kleinheitz (FiBL - Forschungsinstitut für
biologischen Landbau e.V.),
Peter Linz (Antoniushof Fulda, angefragt)
- Autismus und Arbeitsmarkt – wie geht das? MAASarbeit –
Pilotprojekt zur beruflichen Eingliederung von Menschen mit
hochfunktionalem Autismus und Asperger-Syndrom
Seit Mai 2010 führen die Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam
leben – gemeinsam lernen Hessen e.V. und die Lebenshilfe Gießen
ein Modellprojekt zur beruflichen Eingliederung von Menschen mit
hochfunktionalem Autismus und Asperger-Syndrom (HFA/AS) in
Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes durch. Im Rahmen des
Projektes werden sowohl Menschen mit HFA/AS ausführlich beraten
und auf den Kontakt mit Betrieben vorbereitet als auch Betriebe
auf die Ressourcen der potentiellen Mitarbeiter hingewiesen und
beim Zustandekommen eines Praktikums- oder Arbeitsverhältnisses
betreut.
Es werden die bisherigen Erfahrungen des Projektes und das
methodische Vorgehen vorgestellt. Weiterhin wird auf die
Erscheinungsformen und Auswirkungen von HFA/AS in der
Arbeitswelt eingegangen. Gemeinsam mit den
Workshop-Teilnehmenden werden notwendige Rahmenbedingungen
diskutiert und Lösungsansätze herausgearbeitet.
Ina Blodig u. Swetlana Nowakowski (MAASarbeit, Lebenshilfe
Gießen e.V.),
Christian Drosdeck (LAG Hessen Gemeinsam leben-gemeinsam lernen
e.V.)
- Neue Wege in der Qualifizierung/Ausbildung von Menschen
mit erhöhtem Förderbedarf
Modulare Qualifizierungsangebote für Menschen mit
Behinderung am Beispiel der Ausbildung/Qualifizierung zum/zur
Alltagsbetreuer/in bei der GWW GmbH. Durch das Projekt werden
neue Arbeitsfelder für Menschen mit Behinderung im Umfeld von
Pflege und Unterstützung von Menschen mit Hilfebedarfen
erschlossen. Nach dem Motto "Betroffene helfen Betroffenen"
wollen wir neue Wege der Qualifizierung von Menschen mit
Behinderung gehen und damit die Teilhabe- und
Integrationsmöglichkeiten auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt
vorantreiben.
Markus Metz (GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten
GmbH)
- STAR – Schule trifft Arbeitswelt – zur Integration (schwer-)behinderter
Jugendlicher in NRW
Grundsätzliches Ziel des landesweiten Vorhabens STAR ist es,
auf der Basis eines beruflichen Orientierungsverfahrens schon in
den letzten 3 Schulbesuchsjahren anzustreben, mehr Schülerinnen
und Schüler mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung,
Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation,
Sehen und Sprache in betriebliche Beschäftigung / Ausbildung auf
den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen. Auf der individuellen
Ebene werden in zunächst 4 Modellregionen Schülerinnen und
Schülerinnen im Rahmen einer individuellen Berufswegeplanung
begleitet. Auf der strukturellen Ebene soll der landesweite
Aufbau systematischer Kooperationsstrukturen zur Verbesserung
der Integration und der Berufswegeplanung erreicht werden. Es
wird zum einen auf die ersten Zwischenergebnisse eingegangen;
hier insbesondere auf eine sehr umfangreiche Bestands- und
Bedarfsanalyse an o.g. Zielschulen sowie auf die erstmalig in
NRW erhobenen Daten über den Verbleib von Schülerinnen und
Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Darüber hinaus
wird erläutert, welche Rolle STAR im Kontext der bundes- und
landesweiten Entwicklung zum Aufbau eines
zielgruppenübergreifenden Übergangssystems einnimmt.
Norbert Wosnitzka (Landschaftsverband Rheinland, Projektleitung
STAR)
- Die ICF in der beruflichen Rehabilitation
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderung beschreibt die berufliche Rehabilitation in Art. 26
als Querschnittsaufgabe zur Unterstützung einer inklusiven
Gesellschaft. Entsprechend ist auch in Deutschland die
berufliche Rehabilitation inhaltlich im Neunten Sozialgesetzbuch
(SGB IX) verankert. UN-Konvention und SGB IX definieren
Behinderung bereits heute in Anlehnung an die International
Classification for Functioning, Disability and Health (ICF) der
Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der ICF konzentriert in
besonderem Maße auf die Kompetenzen des Einzelnen und setzt
diese in Bezug zum individuellen Teilhabeziel. Um den
Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen und
den drohenden Fachkräftemangel für die Inklusion von Menschen
mit Behinderung zu nutzen, ist die berufliche Rehabilitation
darauf angewiesen, ihre Leistungen zu individualisieren und zu
flexibilisieren. An dieser Stelle kann die ICF einen wichtigen
Beitrag leisten. Kompetenzprofile sind darüber hinaus eine
wichtige Grundlage für die Wirtschaft, existierende Vorurteile
gegenüber der Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung
abzubauen. Als „gemeinsame Sprache“ bietet die ICF eine gute
Basis, Schnittstellenprobleme im gegliederten System der
beruflichen Rehabilitation zu bewältigen. Der ICF kann zudem
einen Beitrag zur Qualitätssicherung unter Einbeziehung der
Menschen mit Behinderung leisten kann. Der Beitrag wird die
Potentiale der ICF für die berufliche Rehabilitation beleuchten,
Entwicklungserfordernisse aufzeigen und sich der Frage stellen,
wie auf der Grundlage eines ICF-basierten Systems
Individualisierung, Flexibilisierung, Betriebsnähe und
Qualitätssicherung in der beruflichen Rehabilitation zur
Umsetzung der UN-Konvention weiterentwickelt werden können.
Rainer Lentz (Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke)
- IFD und die Kooperation mit Kammern und
Arbeitgeberverbänden - „Bremer Vereinbarung für Ausbildung und
Fachkräftesicherung 2011-2013“
Im Rahmen der „Bremer Vereinbarung“ ist der IFD Bremen seit
Sommer 2009 mit der Schaffung einer zentralen wirtschaftsnahen
Anlaufstelle zur Beratung von Betrieben zur
Beschäftigungsförderung von schwerbehinderten Menschen
beauftragt. Diese ist räumlich in der Handwerkskammer
angebunden, das Personal wird vom IFD gestellt. Das
Beratungsangebot wird von der Handelskammer Bremen, der
Hand-werkskammer Bremen und den Unternehmensverbänden im Lande
Bremen e.V. unterstützt. Es wird aus Mitteln der
Ausgleichsabgabe durch das Integrationsamt Bremen finanziert. In
diesem Workshop berichten Praktiker über Erfahrungen, Hürden und
Erfolge der Umsetzung.
Iris Sauerberg / Integrationsberatung u. Bernhard Havermann /
Geschäftsführer (IFD Bremen gGmbH)
- Unterstützte Beschäftigung nach § 38a SGB IX – Aktueller
Stand und zukünftige Erfordernisse
Der Start der ersten Maßnahmen „Unterstützte Beschäftigung“
(UB) im Mai 2009 liegt 2,5 Jahre zurück. Erste Erfolge lassen
sich belegen und mehrere auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
wechselnde Personen bewähren sich bereits seit einiger Zeit in
„ihrem“ Betrieb. Um das Arbeitsverhältnis zu sichern, können ein
Eingliederungszuschuss und/oder eine mittel- bzw. längerfristige
Unterstützung mittels UB-Berufsbegleitung erforderlich sein. Die
BAG UB befragt ihre Mitglieder regelmäßig zur Umsetzung und
führt seit Januar 2011 das Projekt „Fachkompetenz in UB“,
gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
durch. Die vorliegenden Erfahrungen guter Praxis sowie
erforderlicher Verbesserungen werden dargestellt und in der
Diskussion erörtert.
Dr. Peter Mozet (Bundesministerium für Arbeit und Soziales),
Jens Hansen (Bundesagentur für Arbeit),
Dr. Helga Seel (Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter
und Hauptfürsorgestellen, angefragt),
Jörg Bungart (BAG UB)
10.30 Uhr – 11.00 Uhr: Pause
11.00 Uhr – 13.00 Uhr: Zukunftsforum
„Erweiterte Teilhabeleistungen – Mehr Wahlmöglichkeiten!?“
Fachaustausch zu den Schwerpunkten Berufliches
Orientierungsverfahren, Öffnung von WfbM-Leistungen und dauerhafter
Minderleistungsausgleich
Mit Einführungsbeiträgen von:
Dr. Peter Mozet (Bundesministerium für Arbeit und Soziales),
Jürgen Dusel (Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie
Brandenburg),
Thekla Schlör (Bundesagentur für Arbeit),
Dr. Helga Seel (Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und
Hauptfürsorgestellen, angefragt),
Eleonore Frölich (Comeniusschule Schwetzingen),
Andreas Backhaus (IFD Mittelfranken, Nürnberg), Magnus Schneider
(Lebenshilfe Gießen)
Die Teilhabeleistungen wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen
des SGB IX nach und nach ausgebaut. Aktuell sind weitere Leistungen
in der Diskussion, wie das berufliche Orientierungsverfahren im
Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten
und von den Bundesländern sowie der Bundesagentur für Arbeit
umgesetzten Projekts „Initiative Inklusion“. In den Jahren 2011-2013
sollen 20.000 schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler in der Regel
innerhalb der letzten beiden Schuljahre unterstützt werden. Zudem
wird zwischen Bund und Ländern zur „Weiterentwicklung der
Eingliederungshilfe“ u.a. eine Öffnung von Werkstattleistungen auch
für Anbieter außerhalb der WfbM und ein dauerhafter
Minderleistungsausgleich diskutiert. Bis Ende 2011 soll dazu ein
Gesetzesentwurf vorgelegt werden. Wie ist der aktuelle Stand und
welche konkreten Wahlmöglichkeiten entstehen tatsächlich? Welche
Sichtweise haben die verschiedenen Beteiligten?
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist, Hamburg
13.00 Uhr – 14.00 Uhr: Mittagsimbiss
14.00 Uhr: Ende der Fachtagung
„Vision und Wirklichkeit“
Zielsetzung und Standortbestimmung
im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention
BAG UB Fachtagung 2011 in
Suhl (Thüringen)
4Download Programm mit Anmeldeformular
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