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Talente - Entwicklung von Selbstbestimmung und Wahlmöglichkeiten

 

 

Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

 

Forum „Übergang Schule-Beruf“
EQUAL-Entwicklungspartnerschaft
 

Im Bundesgebiet werden verschiedene Konzepte erprobt, um jungen Menschen mit Behinderungen die Integration in das berufliche Leben zu ermöglichen. Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, neue gesetzliche Grundlagen und eine sich verändernde Schülerschaft machen eine Überarbeitung dieser Konzepte immer wieder erforderlich.

Insbesondere Modelle zum Übergang von der Schule auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sind bis heute eher auf das Engagement einzelner Personen bzw. Projekte gestützt und stehen bisher bundesweit nicht flächendeckend zur Verfügung. Die Schwierigkeit vieler Initiativen bestand und besteht deshalb darin, diese Vorhaben über die Projektphase hinaus fortzuführen. Ziel des Forums ist es, konzeptionelle Bausteine zu entwickeln, die unter Beachtung regionaler Strukturen

  • eine passgenaue Vorbereitung der SchülerInnen auf eine Berufstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sowie
  • eine anschließende Qualifizierung und Ausbildung in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktesermöglichen, um letztendlich die Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern.

Zur individuellen Unterstützung von SchulabgängerInnen sind deshalb die Entwicklung und der Einsatz betriebsnaher Konzepte insbesondere für Schule, Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und Bildungsträger (z.B. Berufsbildungswerke) erforderlich. In Kooperation mit den genannten Einrichtungen übernehmen Integrationsfachdienste die Vermittlung in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes und die Sicherung des Arbeitsverhältnisses. Eine effiziente und effektive Vernetzung sowie Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen ist somit eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf. Dies gelingt nur auf dem Hintergrund bereitgestellter Ressourcen durch Leistungsanbieter und Leistungsträger.

Das auf der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB) 2002 in Kleinmachnow angedachte Forum „Übergang Schule-Beruf“ wurde schließlich im Frühjahr 2003 gegründet. Das Forum stellt sich folgende Aufgaben:

  • Austausch über bestehende und erfolgreiche Modelle („best practice“)
  • Diskussion von deren Übertragbarkeit auf andere Situationen und Regionen
  • Entwicklung von Vorschlägen zur Nutzung vorhandener Ressourcen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Einflussnahme auf (über-) regionale Aktivitäten zur flächendeckenden Einführung entsprechender Konzepte
  • Sammlung von Vorschlägen für erforderliche Verbesserungen in den gesetzlichen Grundlagen
  • Diskussion von Grundpositionen (z.B. Menschenbild, Vernetzungsstrategien)

Ziel ist es, eine Schnittstellenkonzeption zur Intensivierung und Verbesserung der Kooperation zwischen Schule, Integrationsfachdiensten, WfbM und Bildungsträgern sowie weiteren Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsleben zu entwickeln. Hierzu müssen Netzwerke aufgebaut und Partner einbezogen werden. Eine gemeinsame Planung der individuellen Berufswege von SchülerInnen, d.h. eine Berufswegekonferenz, wie sie z.B. in Baden umgesetzt ist und an der alle Kooperationspartner beteiligt sind, ist erforderlich.

Eine grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die beteiligten Akteure ihre Verantwortung zur Sicherung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zielgerichtet wahrnehmen und eine umfassende Zukunfts- und Lebensplanung in Orientierung an den Stärken des Einzelnen umsetzen.

Um die Ziele des Forums „Übergang Schule-Beruf“ zu erreichen, finden jährlich 1-2 Treffen der Forumsmitglieder statt (i.d.R. in Kassel). Sie können sich gerne in den e-mail Verteiler des Forums eintragen lassen (s. Kontakt) und bekommen dann die Einladungen automatisch zugesandt. Die Präsentation der Modelle erfolgt unentgeltlich und auf der Basis des besonderen Engagements der ReferentInnen. Im Ergebnis entsteht ein intensiver Austausch zu den genannten Diskussionspunkten (s.o.), der auf die aktive Beteiligung aller Teilnehmenden angewiesen ist.

Zukünftig will das Forum „Übergang Schule-Beruf“ zunehmend mehr InteressentInnen und UnterstützerInnen für die Weiterentwicklung entsprechender Konzepte und deren flächendeckende Einführung im Übergang Schule-Beruf gewinnen.

Die präsentierten Beispiele zu „best-practice“ finden Sie hier auf der Homepage.

Kontakt:
Eleonore Frölich
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung
Abteilung Sonderschulen
Quinckestr. 69
69120 Heidelberg
Fon: 06221/1371-660
Fax: 06221/1371-673
eMail: E.Froelich@gmx.net
internet: 4www.seminar-heidelberg.de

Jörg Bungart
Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung - BAG UB
Schulterblatt 36
20357 Hamburg
Fon: 040/432 53 12-3
Fax: 040/432 53 12-5
eMail: joerg.bungart@bag-ub.de
internet: 4www.bag-ub.de

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