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- Berufsbegleitende Bildung für Menschen mit Behinderungen -Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Das Projekt „Karriereplanung inklusive“ wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.

Die BAG UB ist seit September 2014 Partner im Projekt „Karriereplanung inklusive“ des Bildungs- und Forschungsinstituts zum Selbstbestimmten Leben Behinderter - Bifos e.V. (Projektlaufzeit: 15.9.2014 – 15.3.2018). Weitere Projektpartner sind: Hamburger Arbeitsassistenz e.V, Soziales Förderwerk e.V. Chemnitz und ACCESS gGmbH Erlangen-Nürnberg.

Ausgangssituation

In den vergangenen Jahren hat die Vermittlung von Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch gesetzgeberische Vorgaben (z. B. Integrationsfachdienste, mehr Übergangsbemühungen aus Werkstätten für behinderte Menschen durch die Ergänzung des § 136 SGB IX und die bundesweite Einführung der Maßnahme Unterstützte Beschäftigung in § 38a SGB IX) deutlich zugenommen. Es handelt sich dabei in der Regel um Menschen mit Behinderungen, die Anlerntätigkeiten ausüben, da sie behinderungsbedingt nicht in der Lage waren bzw. sind, eine anerkannte Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz zu absolvieren. Lebenslanges Lernen gilt für alle Bevölkerungsgruppen, v. a. aber für Menschen, die im Berufsleben stehen. Es gibt eine Vielzahl von Weiterbildungs- und Fortbildungsangeboten für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Menschen mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf sind von diesen Fortbildungsangeboten bislang weitgehend ausgeschlossen bzw. auf exklusive Angebote der Träger der Behindertenhilfe angewiesen. Allgemeine Fortbildungsangebote können nicht genutzt werden, weil die Inhalte nicht oder unzureichend auf die Lernvoraussetzungen und Bildungsbedarfe der genannten Personengruppe angepasst sind. Hinzu kommen oftmals persönlich erlebte Ausschlusserfahrungen oder Misserfolge und ein daraus resultierendes mangelndes Zutrauen in die individuellen Lernmöglichkeiten. Den grundsätzlichen Wunsch nach einer Weiterbildung (auch in einer Peer-Group, in der vergleichbare Lern- und Lebenserfahrungen vorliegen), nach beruflicher Veränderung und beruflichem Aufstieg äußert die Zielgruppe dennoch im gleichen Maße wie ihre nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen.
Auch Arbeitgeber/innen, selbst wenn sie grundsätzlich Interesse daran haben und fördern, dass ihre Mitarbeiter/innen sich fortbilden, übersehen die Zielgruppe der Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf zumeist bei der Fortbildungsplanung und Personalentwicklung. Gründe dafür können sein

Ziel des Projektes ist es Berufsbegleitende Bildung für Menschen mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf in einem inklusiven Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Dies gelingt nur, wenn es Weiterbildungsangebote gibt, die auf deren Bedürfnisse ausgerichtet sind. Das heißt, es müssen bestehende fachpraktische Weiterbildungen für die Zielgruppe geöffnet und neue Angebote entwickelt werden, die in leichter Sprache und vor allem praxis- und handlungsorientiert aufgebaut sind und auch den Lebens- und Arbeitsalltag der Menschen berücksichtigen. Die Weiterbildungen sollen fachpraktische Inhalte abdecken, um berufliche Anerkennung, Arbeitsplatzsicherung und damit auch evtl. Aufstieg zu ermöglichen oder einen Wechsel des Arbeitsplatzes. Die Voraussetzungen für Chancengleichheit sollen geschaffen werden. Insbesondere soll erreicht werden, dass

  1. Menschen mit Behinderungen, die auf Unterstützung in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes angewiesen waren bzw. sind, an arbeitsfeldbezogenen Weiterbildungen teilnehmen können
  2. Bildungscoaches unterstützte Arbeitnehmer/innen begleiten, damit diese an Weiterbildungen teilnehmen können – ein entsprechendes Stellenprofil ist neu zu schaffen und Personal zu qualifizieren
  3. Weiterbildungsangebote entwickelt werden, die abgestimmt sind auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf und die den Anforderungen des Arbeitsplatzes entsprechen – dies ermöglicht persönlichen Kompetenzgewinn, Sicherung des Arbeitsplatzes und Arbeitsplatzaufstieg
  4. Arbeitgeber/innen informiert und aktiviert werden inklusive Angebote zur Fort- und Weiterbildung wahrzunehmen

Aufgaben der BAG UB sind insbesondere Analyse der Weiterbildungsbedarfe von Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen, Recherche bestehender beruflicher Weiterbildungsangebote für Menschen mit Behinderung, Evaluation von Umsetzung, Wirkungen und Kundenzufriedenheit, Fortbildung der Fachkräfte, Entwicklung von Weiterbildungsinhalten und Erstellung eines Leitfadens zur barrierefreien Gestaltung von beruflichen Weiterbildungsangeboten.

Weitere Informationen können Sie auf der Projekthomepage www.karriereplanung-inklusive.de nachlesen.