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Position: Home -> Projekte -> abgeschl. Projekte -> Unternehmensforum Unternehmensforum für behinderte Kunden und Mitarbeitervon Lothar Bertrand (Vertrauensmann der Schwerbehinderten, Fraport
AG) Ausgehend von einem Vertrag zwischen der Fraport AG (Flughafen Frankfurt) und der BAG UB wurde das Projekt „Unternehmensforum für behinderte Kunden und Mitarbeiter“ zwischen Herbst 2001 und Sommer 2002 in enger Kooperation mit der Schwerbehindertenvertretung durchgeführt. Ziel des Projektes „Unternehmensforum für behinderte Kunden und Mitarbeiter“ war:
Zur Erreichung des Ziels wurde folgendes Vorgehen gewählt:
„Unternehmensforum für behinderte Kunden und Mitarbeiter"Eine bundesweite Initiative von Unternehmen -1. ZielDie Initiative „Unternehmensforum“ verfolgt das Ziel, die Zugänge zu Produkten, Dienstleistungen und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen auf der Basis unternehmerischer Leitlinien aktiv und flexibel zu gestalten. Die beteiligten Unternehmen gehen davon aus, dass eine konsequente Unternehmenspolitik für behinderte Kunden und Arbeitnehmer sowohl wirtschaftlich und unternehmenspolitisch sinnvoll ist als auch die soziale Dimension von Unternehmen berücksichtigt. 2. HintergrundViele Unternehmen haben zu den genannten Themenfeldern bereits bemerkenswerte Anstrengungen unternommen, doch gibt es bisher keinen bundesweiten Austausch von „best practice˝. Im „Unternehmensforum˝ geht es darum, die Interessen von Unternehmen, behinderten Kunden und behinderten Arbeitnehmern zusammenzuführen. Ein fortlaufender „Wettstreit˝ erfolgreicher Beispiele in den Bereichen
könnte immer wieder neue Impulse und Akzente setzen. 3. StrategieDas „Unternehmensforum˝ organisiert und koordiniert bundesweit den fachlichen Austausch zwischen Unternehmen, so dass vorhandene Potenziale gezielter und auf breiter Basis genutzt werden können. Damit soll eine Steigerung von Effektivität und Effizienz in den Bereichen behinderte Kunden und Arbeitnehmer erreicht werden. Das „Unternehmensforum˝ bereitet Modelle erfolgreicher unternehmerischer Praxis zur (fach-) öffentlichen Präsentation auf und fördert damit die Darstellung beispielhafter Aktivitäten von Unternehmen im Umgang mit behinderten Kunden und Arbeitnehmern. 4. ProjektgruppeAn dem von der Fraport initiierten Projekt "Unternehmensforum für behinderte Kunden und Arbeitnehmer˝ nahmen im Sommer 2002 zehn weitere Unternehmen und Unternehmensverbände teil: Die Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa, Kraftwerke Mainz-Wiesbaden, Landesvereinigung Rheinland-Pfälzischer Unternehmerverbände e.V., Lintec IT, Mainova, Schott Glas, Verlagsgruppe Rhein Main und ZDF. Beteiligte Partner sind ausserdem IBW (Interessengemeinschaft Behindertenvertreter deutscher Wirtschaftsunternehmen), RE-INTEGRA und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (BAG UB). Die Projektgruppe erarbeitete sowohl ein Rahmenkonzept mit der Darstellung von Zielen und Aufgaben des „Unternehmensforums˝ (s.u.) als auch ein Kosten-Nutzen-Modell zur nachhaltigen Finanzierung. In der Folge wurde im Juli 2002 beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) ein Antrag auf ein Modellprojekt „Unternehmensforum˝ gestellt und vom Beirat zur Teilhabe behinderter Menschen (vgl. § 64 SGB IX) bewilligt. Das „Unternehmensforum˝ wird seit dem Sommer 2002 über einen Zeitraum von drei Jahren zu 70% aus Mitteln des Ausgleichsfonds und zu 30% über Beiträge der beteiligten Unternehmen getragen. Ziel ist es, dass nach Ende der Modellphase ein Verein gegründet wird, der sich durch Beiträge der Mitgliedsunternehmen selbst finanziert. Das dreijährige Modellprojekt ist angesiedelt an RE-INTEGRA Mainz, eine Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Integration von Schwerbehinderten ( Geschäftsführung: Landesvereinigung Rheinland-Pfälzischer Unternehmerverbände e.V.). Rahmenkonzept
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| 1. |
Zusammenführung von Organisations- und Personalentwicklung:
Unternehmerisches Handeln und Unternehmenspolitik geschehen auf
der Basis ökonomischer Zielsetzungen und berücksichtigen die
Interessen der - behinderten - Kunden und Mitarbeiter. Die
Einstellung und Beschäftigung sowie der optimale Einsatz
qualifizierter Mitarbeiter ist von zentraler Relevanz für die
wirtschaftliche Effizienz von Unternehmen.
Beispielhafte Aktivitäten des Unternehmensforums:
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| 2. |
Öffentlichkeitsarbeit: Gezielte Öffentlichkeitsarbeit
soll auf die Bedarfe und Interessen von Unternehmen aufmerksam
machen und ihren aktiven Beitrag zur Teilhabe von behinderten
Kunden und Mitarbeitern am Wirtschafts- und Arbeitsleben
verdeutlichen. Dadurch soll auch eine Flexibilisierung
bestehender gesetzlicher Regulierungen erreicht werden.
Beispielhafte Aktivitäten des Unternehmensforums:
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| 3. |
Fachaustausch, Beratung und Vernetzung: Der Austausch
zwischen Unternehmen und die Beratung durch das
Unternehmensforum dienen dazu, „best practice˝ Beispiele
transparent und übertragbar zu machen. So profitieren
Unternehmen jeweils von den Erfahrungen der anderen und ein
Know-How-Transfer ist möglich. Das „Rad muß nicht immer neu
erfunden werden˝ und der entsprechende Personal- und
Kostenaufwand lässt sich deutlich reduzieren.
Beispielhafte Aktivitäten des Unternehmensforums:
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| 4. | Schulung:
Schulungen, die die Situation und Bedarfe behinderter Kunden und
Arbeitnehmer aufgreifen, können wichtige Voraussetzung sein, um
den Zugang zu Produkten, Dienstleistungen und Arbeitsplätzen zu
erleichtern. Adressaten sind z.B. Verkaufs- und Servicepersonal,
Vorgesetzte, Manager und Ausbilder.
Beispielhafte Aktivitäten des Unternehmensforums:
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| 5. | Werbung:
Mit Hilfe gezielter Werbestrategien, die die Bedarfe behinderter
Kunden erheben und aufgreifen, lassen sich neue Märkte
erschließen. Dies trägt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von
Unternehmen im besonderen Maße bei.
Beispielhafte Aktivitäten des Unternehmensforums:
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Die Projektgruppe „Unternehmensforum˝ möchte anhand der vorgestellten Ideen, Ziele und Inhalte weitere Unternehmen ansprechen und damit die Ausweitung und Verbreitung des Konzeptes forcieren.
Die Initiative „Unternehmensforum˝ wird von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) nachdrücklich unterstützt.